Section: Reviews 42135Autor: Diggi
Datum: 13.01.2019
Bereich: Reviews

Was für eine Wendung!

Panopticon

METAL INQUISITOR

HORNELLA!

Exkurs: Der heldenhafte Status der Koblenzer Authentizitäts-Metaller liegt u.a. in der überirdischen Klasse der ersten beiden Alben aus 2002 bzw 2005, dem nicht minder genialen Live Mitschnitt auf dem HOA aus 2007 und überhaupt der kongenialen Live Präsenz der Überzeugungstäter begründet. Kaum eine andere, ähnlich gelagerte  Band aus Deutschland strahlt eine dermaßen ehrliche Aura auf der Bühne aus wie die Moselfranken Banger. OK, Atlantean Kodex muss man in diesem Zusammenhang noch nennen. METAL INQUISITOR sind für die Exhumierung und Revitalisierung des echten Heavy Metal in meinen Augen sogar noch wichtiger als die oft zitierte Initialzündung des Hammmerfall Debüts einige Jahre zuvor. Mit "Uncondtional Absolution" und zuletzt "Ultima Ratio Regis" folgten hochklassige, aber eben nicht mehr so befreit wirkende Alben.... 

Nun steht "Panopticon" an und hat mich vor enorme Herausforderungen gestellt: Die Scheibe wollte einfach nicht landen, ich fand keinen Zugang... Wie konnte das angehen? Die Gründe dafür sind jetzt mehr als obsolet, denn 2 Tage bevor ich diese Rezension dann tippte, knallte jeder Song in mein Vergnügungszentrum, ohne Gnade.... "Panopticon" ist die Rückkehr zu einer etwas unbeschwerteren Herangehensweise, METAL INQUISITOR schreiben hier Hymne auf Hymne, zeigen allen Keyboard und Kitsch Metallern den Stinkefinger! 'Re-Sworn To The Oath' ist mit seinen knapp 7 Minuten der Kern des Albums und sicherlich auch mehr als ein Motto der Band für 2019! Hier findet sich alles, was man an METAL INQUISITOR so liebt: Das Ist Heavy Metal für Erwachsene! Generell lässt sich feststellen, das man wieder etwas von der dezent kauzigen Ausrichtung der beiden Vorgängerwerke abrückt und z.B. wieder viel mehr klassische Maiden Einflüsse zulässt. Ausserdem hat man es wieder geschafft, Weltklasse Refrains zu schreiben. 'Free Fire Zone' ist vielleicht ein etwas sehr hard-rockiger Opener und erinnert an Midnight Rider, dem Heavy Rock Outlet von Gitarrist Blumi, sobald aber El Rojo seine Mosel-Sirene erklingen lässt, geht vieles in die richtige Richtung.

'Change Of Front' beginnt sogar noch ruhiger, erinnert aber sehr an die ersten beiden Maiden Alben, besonders das Eröffnungsriff sorgt für Gänsepelle und schon ist man mittendrin im flotten METAL INQUISITOR Galopp! Herrlich! Den Reigen der soon -to -be- classics eröffent der Headbanger 'Beyond Nightmares'. So eine Nummer können nur diese Herren schreiben!  Ein Chorus zum niederknien! Es wird noch besser: Latent speedig fegt 'Trial By Combat' alles hinweg! Und wieder: Die Genialität liegt in der Einfachheit begründet, was für Gesangsarrangements! 'Shock Tactics' ist ein kurzer Speed Metaller, sollte Live für mächtig Bewegung sorgen, auch hier könenn METAL INQUISITOR nichts falsch machen! 

Nach hinten raus verliert "Panopticon" überhaupt gar nichts an Rasse und Klasse. Mit welchem Enthusiasmus hier 'Scent Of Fear' geschmettert wird...das ist ansteckend und wer die Nummer nicht als Ohrwurm in seinen Synapsen die nächsten Tage mit sich herum schleppt, der hat kein Banger Herz, der soll weiter die Geldmaschinerie Accept am kacken halten bis Er Taschenlampen scheisst! Mit einem weiteren genialen Maiden Riff, das die Briten selbst wohl nicht mehr schreiben werden, wird der vitale Heavy Rocker 'War Of The Priests' befeuert. Ebenfalls von Vorne bis Hinten mit hektoliterweise Herzblut und Verve ausgestattet.

Die 5 Jahre Wartezeit haben sich mehr als gelohnt, Qualität schlägt immer Quantiät, der flotte Speedster 'Discipline And Punish' beschließt ein Album, das ab jetzt die heilige Dreifaltigkeit des echten Metal mit "The Appartion" und "Doomsday For The Heretic" bildet. You better obey!

9 Points. Erscheint am 18.01.2019 via Massacre Records  



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