Section: Reviews 41747Autor: Fetzer
Datum: 08.11.2018
Bereich: Reviews

Newcomer

Phoenix

ENEMY INSIDE

Nastassja Giulia(Vocals) und Evan K.(Guitar) gründeten die Band Enemy Inside im Jahre 2017 in Aschaffenburg. Kaum ein Jahr später, Anfang Oktober 2018 ist auch schon der erste Langdreher erhältlich. Ergänzt wurde die Truppe durch David Hadarik(Guitar), Dominik Stotzem(Bass) und Feli Keith(Drums). Was ich hier zu hören bekomme klingt sehr professionell, trifft vielleicht nicht ganz meinen Geschmack, da ich eher im traditionellen Metal zuhause bin, aber ich kann mir vorstellen, dass Ding hier könnte durchaus in der Symphonic Metal, Dark Rock bzw. Modern Metal Szene gut einschlagen.

Es erklingen harte Riffs, aber auch sehr schöne Soli von Evan und in den Refrains wird man oft sehr melodisch, auch eingängig und über dem ganzen thront die schöne klare Stimme von Nastassja. Handwerklich ist alles astrein gemacht, die Produktion klingt bombastisch und für ein Debüt erscheint mir das alles fast schon zu perfekt. Ich will nicht sagen glattgebügelt, aber mir fehlen vielleicht ein paar Ecken und Kanten, aber diese Art von Mucke muss wohl auch so klingen.

Thematisch befasst man sich mit dem Feind, den man in sich selber trägt. Mit den inneren Dämonen, vor denen man sich nicht verstecken kann, die man nicht sehen kann, mit der inneren Stimme im Kopf. Dadurch bekommt das Album auch einen dunklen Touch, was für mich aber positiv ist, denn dadurch wirken die eingängigen Refrains nicht kitschig. Stilistisch kann man den Sound durchaus mit Evanescence, Lacuna Coil und Amaranthe vergleichen, aber auch Hörer von beispielsweise Within Temptation dürften sich angesprochen fühlen. Für mich ragen die Songs 'Falling away', 'Lullaby' und 'Oblivion' heraus, vielleicht aber auch dadurch, weil ich diese Songs öfter gehört habe als die anderen, weil man zu diesen Video-Clips ins Netz gestellt hat. Habe die Melodien jedenfalls nicht mehr so leicht aus dem Kopf bekommen. Ein wenig hat mich bestimmt auch beeinflusst, dass man auf zwei dieser Videos Nastassja zu sehen bekommt und ich muss sagen, sie hat nicht nur eine schöne Stimme. Was aber nicht bedeuten soll, dass der Rest der Truppe hässlich ist, aber sie ist nunmal die Frontfrau und ich erwähnte ja schon, dass die Jungs ihre Instrumente beherrschen.

Eigentlich gefallen mir die Songs 'Halo' und 'Doorway to salvation' mindestens genauso gut. Beim letztgenannten Track wird Nastassja von Serenety Sänger Georg Neuhauser unterstützt. Jetzt habe ich fast 'Dark Skies' vergessen. Ich lege mich fest, diese schöne Ballade ist mein Lieblingssong auf diesem Werk. Mit 'Summer son' beendet man das Album übrigens mit einem Cover von Texas. Enemy Inside bewegen sich durchgängig auf einem hohen Niveau und ich kann mir diesen Dreher auch als Traditionsmetaller sehr gut geben.

https://www.facebook.com/WeAreEnemyInside/

 



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