Section: Reviews 41454Autor: Fetzer
Datum: 01.10.2018
Bereich: Reviews

Alternativer moderner Rock

Alchemy

DEAD GIRLS ACADEMY

Dead Girls Academy ist die neue Band des Kaliforniers Michael Orlando. Lustiger Bandname übrigens, fast genauso lustig wie Vampires Everywhere. Oder soll ich eher gruselig sagen? So schimpfte sich jedenfalls die Band, in der Orlando vorher musizierte, die sich wohl aufgelöst hat. Da ich bisher weder Michael Orlando kannte, noch Vampires Everywhere, kann ich nicht beurteilen, inwieweit sich alte und neue Band unterscheiden, beziehungsweise ob sich am musikalischen Stil von Mr Orlando etwas verändert hat. Den jetzigen Stil würde ich als Alternative Rock bezeichnen. Die Plattenfirma bezeichnet ihn als angedüsterten Modern Rock. Also unter angedüstert verstehe ich zwar etwas anderes, aber sei's drum.

Jedenfalls wird hier gerockt, mal mehr mal weniger radiotauglich, mal etwas härter und schneller, mal etwas melancholischer und ruhiger. Der Gesang ist abwechslungsreich und kraftvoll, von melancholisch bis angepisst, aber meist melodisch und die Gitarren braten. Hier wird Rock'n'Roll gemischt mit Grunge und manchmal auch mit dezenten Hardcore-Einflüssen. Gehen wir einen Kompromiss ein und nennen es Modern Alternativ Rock. Das ist ja eigentlich nicht ganz meine Baustelle, aber die Jungs machen ihre Sache jedenfalls nicht schlecht, soweit ich das beurteilen kann. Das Album wurde 'Alchemy' getauft, beinhaltet 11 Songs und ist bereits erhältlich.

Mit 'Medicine' hat man einen flotten Opener gewählt, der mit einem rockigen Riff und einem durchaus ohrwurmartigen Refrain aufwarten kann. Der nächste Song 'Forever' ist ähnlich flott, wird aber gesangstechnisch etwas wütender vorgetragen,ist aber dennoch auch sehr eingängig. 'No way out' baut sich stampfend auf, wird dann rockiger und mündet abermals in einen eingängigen Refrain. Ich würde sagen, hier kann man gut hüpfen und mitsingen. Der nächste Track 'I can't feel a thing' ist ruhiger und melancholischer als die Songs zuvor und der Gesang gefühlvoll. Die beiden nächsten Stücke gehen wieder mehr in die Vollen. Mit 'Conversations' und 'Far away' hat man 2 Nummern am Start, die sehr gefühlsbetont sind und man als härtere Balladen bezeichnen kann. Das Album hat insgesamt ein gleichbleibend hohes Niveau, obgleich für mich einiges auch sehr vorhersehbar erscheint. Obwohl es ja wie eingangs erwähnt, nicht ganz meine Baustelle ist, habe ich manchmal das Gefühl, dass mir so manches bekannt vorkommt. Was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Ich denke, dass die Zielgruppe es hier mit einem unterhaltsamen Werk zu tun hat, bei dem sie auf ihre Kosten kommt.

Die Band Falling In Reserve wurde von der Plattenfirma als Vergleich genannt, deren Ronny Radke tatkräftig bei diesem Album mitgewirkt hat. Ob die Vergleiche zu Mötley Crüe, Avenged Sevenfold oder Motionless In White allerdings berechtigt sind, müsst ihr entscheiden.

https://www.facebook.com/DeadGirlsAcademy/



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