Section: Reviews 41446Autor: Diggi
Datum: 29.09.2018
Bereich: Reviews

Ticket To Berlin......

Antagonist

PRAISE THE PLAGUE

 

Ich gebe zu: ich hatte noch nie viel für Berlin übrig, aber musikalisch gibt es dort doch einige interessante Projekte (die leider bald verblichenen Necros Christos, aber auch Essenz, Ancst oder Occvlta). Mit Praise the Plague schickt sich nun eine neue, erst 2017 gegründete Band an, einen weiteren musikalischen Farbtupfer auf die Berliner Landkarte zu setzen. Und ohne dem Fazit vorgreifen zu wollen, sollte man diese Band und ihre Entwicklung auf jeden Fall im Auge behalten.

Die (Selbst?)Beschreibung in den metallischen Archiven spricht von Blackened Doom/Sludge Metal, was ich so auch erst mal unterschreiben würde. Zwar gibt es hier kein schwarzmetallisches Gebolze, aber die Stimmung ist schon alles andere als fröhlich. Trotz des überwiegend gedrosselten (Schlagzeug)Tempos ist die ganze Scheibe auch gerade von der Rhythmus-Gitarre her ziemlich groovy, wozu die in meinen Augen recht fette und für ein Erstlingswerk überraschend stimmige Produktion passt. Veredelt wird das Ganze jedoch durch immer wieder mal gnadenlos schöne, verzerrt-tremolierende Melodien (z. B. auf Anatomy of Possession oder Blackening Swarm oder Antagonist) oder durch den Einsatz einer clean gespielten Gitarre (z. B. nach dem dronigen Anfang von Darkest of Seas oder im letzten Drittel vom Titeltrack Antagonist).

Antagonist ist ein durchaus gelungenes Erstlingswerk, das vielleicht auch auf Grund seiner recht kurzen Spielzeit (28:15 Minuten, wobei alleine 02:15 Minuten auf das Intro/Präludium entfallen) Lust auf mehr macht. Ich weiß auch nicht, aber an vielen Stellen klingen Praise the Plague für mich wie eine gelungene Mischung aus Forgotten Tomb (nicht zuletzt auch wegen der Art des Gesangs und der „urbanen“ Atmosphäre) und Hexer. Jetzt noch ein klein wenig mehr Abwechslungsreichtum durch das Hinzufügen von ein oder zwei weiteren Stilelementen, und einer noch höheren Punktzahl steht nichts im Wege. Eine Band, die durch ihren Groove und die teils betörenden Gitarren sicherlich auch live hervorragend funktioniert.

VÖ: 13.09.2018

Label: Black Omega Records

Fazit: 7 / 10



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