Section: Reviews 40884Autor: Diggi
Datum: 02.08.2018
Bereich: Reviews

Vielversprechender Newcomer......

Burst Into Flame

HAUNT

HORNELLA!

HAUNT könnten die nächste Sau sein, die durch das  Revier der Szenepolizei getrieben wird, bereits die EP wurde mit andächtigem Beifall und devotem  „Rascheln im Feuilleton“ bedacht. Auch wenn ich selber auch auf ziemlich viel abfahre, was seit Beginn der 00er Jahre da an Trad-Metal Nachwuchs auf der Bildfläche auftauchte, sind wir doch alle mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo die ein oder andere Band zu früh als Heilsbringer verschrien wird, oder ein elitäres Sektierertum stattfindet.

Vorsicht, liebe Gemeinde! Behaltet euch den Luxus einer eigenen Meinung unbedingt bei. Trevor William Church ist der Sohn des Montrose Bassisten Bill Church und offeriert hier mit einigen Beastmaker Kollegen sicherlich allerfeinsten und profund dargebotenen Heavy Metal an der Schnittstelle zum Hard Rock und Thin Lizzy Worshipping; „Burst Into Flames“ ist auch alles andere als handwerklich schlecht… Aber irgendwie will der Funke nicht so recht überspringen. Vielleicht liegt es an der zu braven und partiell zu glatten Produktion von Enforcer Olof….. Auch das ein oder andere Melodie Arrangement könnte Enforcer auf 33rpm sein….. Sei es drum. ‚Heroes‘ vereint meisterlich die Maiden Twin Gitarren mit Thin Lizzy Klasse im Gesang,  ‚Frozen In Time‘ ist ein echter Ohrwurm, auch der flotte Dosenöffner und Titeltrack integriert die NWOBHM DANN mit zaghaftem US Metal.

In der Langzeitwirkung präsentiert sich „Burst Into Flames“ allerdings hier und da einfach zu zahm…. Zumindest ich fühle mich an Cauldron erinnert, deren Stand in der Szene ich eh nie so ganz nachvollziehen konnte… ‚Redemption‘ macht kohärent Sinn, aber man möchte dem guten William gerne zu rufen, das Er doch mal endlich in den dritten Gang schaltet, anstatt mit dem zweiten durch die Innenstadt zu tingeln. ‚Can´t Get Back‘ ist ein wunderbar durchchoreographierter Heavy Rocker, wirkt aber auch irgendwie anskizziert…

HAUNT bieten mit dem Cover Artwork schon für die primären Sinnesorgane den ersten Szenecode Check, auch einige Stücke sind einfach gut, aber die Amis sind noch eine gute Spur von essentiell und/oder sensationell entfernt.

6 Points. Erscheint am 10.08.2018 via Shadow Kingdom Records.



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