Section: Reviews 40857Autor: Diggi
Datum: 28.07.2018
Bereich: Reviews

Nikki Brunnen ist eine Naturgewalt.....

Black Wash

PAGAN

HORNELLA!

Mit Screamo kann man mich jagen und zwar mehrmals um die Erdachse. PAGAN aus Australien sind am Puls der Zeit, also kein weinerlicher Pennäler Emo, sondern brachial und brutaler Psycho Hardcore, gemixt mit Garage Rock und ja sogar dezenten Metal Wurzeln.. 'Imitate Me' startet wie ein Wave Rocker mit einer beschwingten Hi Hat, ehe die gute Frau Brunnen mit einem markerschütternden "C´mon......." alles auf Türschlitzgröße bölkt und im Speerfeuer mehrerer Black Metal Liebkosungen wahrlich abartig abscreamt..... Dann wird die Sache ausgebremst und das Garagen Rock Riff regelt.... 

So hatte ich mir immer die Hype Bärte von Kvelertak gewünscht....'Death Before Disco' startet mit viel Metal in den Saiten und viel Iggy Pop Swing auf dem Drumfell, schwungvoll, elegant, bis dann wieder der Vorschlaghammer rausgeholt wird, der knarzige Bass untermalt das unheilvolle schön wummernd, das ist eine Hitsingle und hätte Ende der 90er Jahren in den Zappelbuden der Republik direkt nach oder vor The Refused für klatschnasse Oberteile und dicke Backen gesorgt! 

'Blood Moon' ist vom Titel her stereotyp im Quadrat, aber einer der eindringlichsten, weil dunkel schleppender Song auf "Black Wash". Russen Disko bringt die Basslinie von 'Year Of The Dog' ein prächtiger Punk Rocker mit schmissiger Refrain Linie, hier darf man auch mal nachtreten! Ist es eine große Überraschung das 'The Greatest Love Songs' zwar im Bandkontext "liebreizend" tönt, aber sonst auch nichts liebliches offeriert? Nö.'Fluorescent Snakes' lädt zu Gedankenspielen ein und zu Experimenten mit der Hausapotheke, leicht schranzig ist die Schrei Orgie schon, aber der Beat ist schon geil....

"Black Wash" ist das Extrakt von Hypes die waren und die man zur Zeit aushalten muss (Mantar). PAGAN sind kein Hype, PAGAN verteilen Ohrlaschen. In Echt. Jetzt.

8 Points. Erscheint am 27.07.2018 via Hassle Records 



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