Section: Reviews 40760Autor: Diggi
Datum: 12.07.2018
Bereich: Reviews

Nippon Thrash mit Charme!

Creation Of the World

ALICE IN HELL

HORNELLA!

Zuletzt konnte das quirlige STF Records Label mit Determination und Convictive zwei absolute Volltreffer landen. Nun haben sich die Süddeutschen die Nippon Thrasher ALICE IN HELL gegriffen und gleich beide bereits in Japan veröffentlichten Alben für den deutschen Markt zugänglich gemacht. „Creation Of The World“ ist die erste Scheibe des Duos - in Japan bereits 2014 veröffentlicht -  welches sich Live und im Studio mit „hired guns“ behilft.  Sänger und Gitarrist Hamadie hat einen ziemlich egozentrischen Stil drauf, der mal kantig, mal rumpelig und mal schneidend „taktlos“ wirkt, in Verbindung mit dem alte Schule Thrash Metal von ALICE IN HELL aber durchaus Charme entwickelt.

Genau, die beiden Banger hier sind keine Fanboy Blase von Jeff Waters Power Thrasher, ganz im Gegenteil; ‚Alice In Hell‘ oder ‚Rage 4 GT‘ tönen recht stark nach den ersten beiden Göttergaben von Hetfield und Co KG. Die Produktion ist richtig schön knusprig und aufgrund der geographischen Entfernungen zu all den generischen Produktionen aus Europa erfrischend anders. Interessant ist nur wie der Bass dann manchmal abgemischt wurde….Sicher, man muss bedingt durch sprachliche Befindlichkeiten Titel wie ‚Mosh Of The Dead‘ oder ‚Time To Die‘ großzügiger durchwinken, aber ALICE IN HELL machen hier ordentlich Alarm, ohne die Thrasher Welt aus den Angeln zu heben.  Der raue, grobschlächtige Gesang wirkt authentisch-pissig, die Riffs erinnern an die Verschrobenheit des Megadeth Erstlings, ohne natürlich deren juvenil-kompositorische Klasse zu erreichen. Wer also mal Urlaub von all den Meier, Müller, Schulzes des Genre machen möchte, ist bei ALICE IN HELL zumindest für einen Kurztrip gut aufgehoben!

7 Points. Erschienen übe STF Records.



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