Section: Reviews 40739Autor: Diggi
Datum: 10.07.2018
Bereich: Reviews

Ist dieser Tribut ein authentischer?

A Tribute To Danzig

GDANSK

HORNELLA!

Grand Massive sind in der Stoner Rock Szene in Deutschland schon ein Name. Das die fünf Rocker ausgewiesene Danzig Fans sind, soll hier gar nicht zur Diskussion gestellt werden, eine eben solche wäre auch zu absurd. Hier soll nun der Fan, der in einer Band spielt diverse Samhain/Misfits und Danzig Nummern einem breiteren Publikum zugänglich machen. Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Unterfangen am Ende für den Sender und Empfänger als zufriedenstellend gewertet werden kann.

In vielerlei Hinsicht ist dieser Tribut an den großen Kleinen mit der knödelig-dramatischen Stimme nur konsequent. Das Art Work hat einen ähnlichen Schäbi Faktor wie die letzten Verpackungen des beratungsresistenten Meisters, ebenso ist die Produktion (laut Booklet stilecht in Garagen, Kellern und einem Aufzug aufgenommen, d.Verf.) geraten. Diverse Gäste wie z.B. Gitarrist Christof Leim ( fiedelt überall mit wo es nur geht...d.Verf.) oder Britta Görtz geben sich hier ein Stell Dich Ein, aber was bringt es am Ende?

'777' ist eine ganz große Nummer vom "Lucifuge" Album und wird eher solide in den Treibsand gesetzt. Es scheint fast als seien Grand Massive da noch nicht so wirklich warm gespielt. Auch die sinistre-dunkle Pflichtübung 'Death Comes Ripping' wirkt unfertig und fragmentiert. Ganz schlimm wird es mit der selbsternannten Elchkuh Britta Görtz, derene krasses Organ bei Cripper perfekt funktioniert hat, bei einer DANZIG Coverversion aber so essentiell ist wie eine hoffentlich fiktionale Kollaboration zwischen Sabawolf, dem aktuellen Hoffmann Franchise Accept und Archwish....eh Arch Enemy und Nightwish....

Komischerweise läuft dann 'Am I Demon' regelrecht lässig rein, überhaupt gar nicht - eigentlich ein multipler  Verstoss gegen die Genfer Konventionen - geht dann die unvermeidbare 'Mother' Version. Wie kann man sowas nur Frau Guernica Mancini von den Hired Gun Frauenrotzrockern Thundermother überlassen???? Mein lieber Herr Gesangsverein....Auch wenn die folgenden 'She' und 'Skulls' wieder etwas gerader tönen.....Nein, wenn was daneben ist, dann darf man es auch sagen. "A Tribute To Danzig" reiht sich zwar als kohärenter Appendix in die völlig vergeigten letzten Veröffentlichungen des Glenn D, aber ob das so gewollt war?

Erschienen über Metalville.



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