Section: Reviews 40647Autor: Diggi
Datum: 25.06.2018
Bereich: Reviews

Das ist beseelter Doom Metal in Perfektion....

Desolation

KHEMMIS

HORNELLA!

Ja, ich gebe es zu: Ich bin schon ein großer Fan der Denver Doomster KHEMMIS. Waren die ersten beiden Alben doch fast schon zu schön um Doom Metal zu sein. Diese fesselnden Stimmen der beiden Gitarristen Ben und Phil und dann diese zum Umfallen erhabenen Sonntags Melodien, diese mehrstimmigen Gesänge, die garstige Finsternis, diese unglaublich betörenden Maiden Melodien…

Dann die Info das KHEMMIS – wie die ähnlich furios gestarteten Pallbearer – beim Monopolist Nuclear Blast untergekommen sind….Hmmm…. Was erwartet nun euren Rezensenten, der immer noch glückstrunken vom letzten Album „Hunted“ ist? Entwarnung! ‚Maw Of Time‘ bietet alles auf, wofür KHEMMIS mittlerweile geachtet und vergöttert werden. Unglaubliche Gitarrenharmonien, seelenwärmende Gesangsarrangements, aber auch immer wieder der Blick zurück in den Abgrund. Was aber mit dem Opener ‚Bloodletting‘ zunächst auffällt: Die Amis scheinen für das Songwriting des dritten Albums ein wenig die „Schwere“ in ihren Stücken reduziert zu haben. Beschwingt, sakral, erhaben, so erhebt sich sehr schnell der Dosenöffner gen Himmel und verwöhnt den Hörer mit klassischem Metal im Doom Gewand, ehe man nach knapp 2 Minuten mit der Band in den Twin Guitar Himmel reitet….

Noch mehr Metal Wurzelbehandlung offeriert ‚Isolation‘ und rückt in die Nähe von zur Zeit schwer angesagten Trad Metal Therapeuten wie Eternal Champion oder Visigoth.  Das erstaunliche: Auch hier funktionieren KHEMMIS mit all ihren Signature Eigenschaften und evozieren ein dezentes Gefühl von Allmacht. ‚Flesh To Nothing‘ wird mit seiner 7 Minuten Strahlkraft, diesen klassischen „Doom Metal Uplift Beat“  und den kongenialen Gitarren Leads nicht nur Live für seelige Momente sorgen. Diese Gesangsharmonien…

Abgeschlossen wird das Werk mit ‚From Ruin‘, welches sich wirklich aus verkohlten Ruinentrichtern langsam erhebt um dann wie ein Phönix in die Höhe zu schiessen. KHEMMIS haben mit dem dritten Album auch den dritten Treffer gelandet. Der juvenile Duktus ist einer adulten Herangehensweise gewichen, das macht „Desolation“ nur noch stärker. Was können diese Denver Boys hier noch alles erreichen? Maiden On Doom sind Sie schon, aber auch viel viel mehr! Wahnsinn!

9 Points. Erschienen über Nuclear Blast.



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