Section: Reviews 40522Autor: Diggi
Datum: 11.06.2018
Bereich: Reviews

Was kann die neue Schlachtenplatte?

Order of Vengeance

RUNESPELL

Konnten Runespell mit ihrem Debut Unhallowed Blood Oath schon auf sich aufmerksam machen, durfte man gespannt auf den Nachfolger des Ein-Mann-Projekts von Nightwolf sein. Auf einer Spielzeit von knapp 47 Minuten wird atmosphärischer Black Metal mit überwiegend melancholischen Melodien im größtenteils getragenen Tempo geboten. Ich weiß nicht, ob es das Ziel von Nightwolf war, wie eine australische Variante von Bathory zu klingen; nicht zuletzt das Cover-Motiv oder der Schlachtenlärm in Pray for Redemption legt diesen Schluss nahe. Gut, Schlachtenlärm (Fire Chariot of Destruction) sowie eine ähnliche musikalische Herangehensweise (Thousand Swords) gab es unter anderem auch bei Graveland auf dem einen oder anderen Album, aber derlei Vergleiche stellt man ja nicht so gerne an – aus Gründen.

Ich habe mir das Album mehrfach angehört, um irgendwie einen anderen Zugang zu finden, aber es packt mich leider nicht so richtig. Eine knackigere Version, in der die Stärken der schnelleren Parts von Claws of Fate mit den melancholischen Passagen aus Destiny over Discord und den düsteren Elementen aus Pray for Redemption griffig kombiniert und mit einer etwas variableren Stimme aufgewertet würden, hätte durchaus Charme. So kommt man nicht umhin, doch hin und wieder an der einen oder anderen Stelle auf die Uhr zu blicken und sich zu fragen, wie lange der Song wohl noch dauert. Mit dem dritten Album wird sich dann zeigen müssen, welchen Weg Runespell einschlagen wollen. Hoffentlich einen etwas Spannenderen, denn die Ansätze sind allemal da.

VÖ: 06.07.2018

Label: Iron Bonehead

Fazit: 5 / 10



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