Section: Reviews 40463Autor: Diggi
Datum: 30.05.2018
Bereich: Reviews

Runter mit der Maske, Teloch!

Rogaland

THE KONSORTIUM

HORNELLA!

Ach herrlich, die ein oder andere leicht überfordert wirkende Rezension zum Zweitwerk von THE KONSORTIUM ist gelesen, ich kann das dann auch gewissenhaft einsortieren, weiß ich doch um den Namen der Zeit und Schrift..... Bereits das Debüt von Teloch und Dirge Rep (kein Banddropping jetzt hier, die beiden haben in einigen innovativen Black Metal Bands gespielt, d.Verf.) forderte den Hörer mit einer avantgardistischen Skurrilität heraus, nahe an Arcturus und Co. THE KONSORTIUM gingen aber noch einen Schritt weiter und  stellten disharmonische Gitarrenläufe, Über und Untertongesang  einem Duktus entgegen der nur mit der grotesk morbiden Atmosphäre der beiden Dr.Phibes Filme (Vincent Price! Caroline Munro! Checkt die Meisterwerke, d.Verf.) mithalten konnte.

Ebenfalls verstörend wirkt "Rogaland" auf das Discounter Ohrenpaar. 'Hausten' offeriert verschachtelte Taktungen, ein manisch.wahnsinnigen Gesang (s.o.) dazu wieder einmal grotesk anmutende Klargesänge, die Gitarrenarbeit ist einene Tacken melodischer und offener gestaltet, aber trotzdem haben THE KONSORTIUM mit "Rogaland" wieder einmal ein widerborstiges Album für echte Genießer erschaffen. Das Album, die einzelnen Songs werden mit kurzen Interludien untereinander verbunden, die wie Balsam für den überanspruchten Geist sind, nach wahnhaften Avantgarde Black Metal Abfahrten, laden ruhige Wald, Bach und Wind  Aufnahmen wirklich nur kurz zum verweilen ein.

Es geht auch um den ewigen Kampf der Natur gegen den Menschen, nicht nur um den de Band.... 

Die Kompromisslosigkeit wie man mit 'Skogen' beginnt, ein kurzes beunruhigendes Sparchsample und dann die totale Breitseite, gefolgt von einer kreaitven Revue der Absonderlichekiten macht bereits zu Beginn von "Rogaland" sprachlos.

'Havet' ist dann Doom aus der Irrenanstalt, 10 Minuten lang, bis zum Schluss das Blastbeat Chaos zum Aufräumen kommt. "Rogaland" ist ein Album das lange wirkt, manchmal so hässlich und angsteinflössend, das man seine Finger nicht davon lassen kann, im ganzen aber einfach nur ein unheimlich wertvolles Stück Musik in Zeiten, in denen der Ansatz des harten Rock schon lange in die Arena der Konsumlemminge überführt wurde.

Teloch und seine Kumpanen haben sich ihrer Masken entledigt und stellen sich nun mit ihrem Päckchen voll Wahnsinn. Gut so!

9 Points. Erscheint am 01.06.0218 via Agonia Records



.


^^^ BACK TO TOP ^^^
© 1998-2012 by www.Heavy-Metal.de