Section: Reviews 40450Autor: Diggi
Datum: 28.05.2018
Bereich: Reviews

Kanadische Thrasher liefern...

FEELS LIKE PUNK, SOUNDS LIKE THRASH

AGGRESSION

HORNELLA!

Die Scheibe wäre mir doch glatt so durchgeflutscht! Aber nicht mit dem Commander (deren Album kommt übrigens bald auch noch zur Sprache, d.Verf.) AGGRESSION gehören zur kanadischen Ursuppe in Sachen Rumpel Thrash mit End-Achtziger Crossover Habitus. Sprich: Hier haben wir es nicht mit verzogenen Testbild T-Shirt Trägern von Municipal Waste oder Toxic Holocaust zu tun, diese Band hier hat 1986 ihr Debüt veröffentlicht und wuchtet völlig humorlos knattergeile Titel wie ‚ A River Of Piss And Vinegar‘ durch die Boxen. Das erinnert schon an die Landsleute von Slaughter, hin und wieder auch an härtere Ludichrist, oder an die ADHS Core Herren von Wehrmacht. Aber: „Feels Like Punk Sounds Like Thrash“ mag zwar eine wunderbare Überschrift und auch Titel für dieses Album sein. Lässt man mal die völlig vergeigte Rückkopplungsorgie ‚Avalanche‘ als Slayer Hommage und Intro weg, dann können AGGRESSION z.B. mit ‚ Attack Of The Ice Lizards‘ (spielt in einer Liga mit Frankensteins Ungeheuer jagen Godzillas Sohn, d.Verf.) einen richtig geilen Thrash Metal transferieren, der zwar unbehauen wirkt, aber genau da ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den ganzen Nuclear Blast Freddies ist.

Hier denkt man direkt wieder an kanadische Kollegen wie Razor..Aber auch an Carnivore, was das Gitarrentuning angeht. ‚Jehovah´s Evil Curse‘ offeriert dann auch mehr Spielkultur und erinnert an die göttlichen Rigor Mortis, manchmal auch an deren Nachfolgeband Warbeast.  Dafür dass die Band 1989 beerdigt und 2016 reanimiert wurde, klingt das hier alles wirklich sehr charmant und offenherzig! Eine Walze wie ‚Tales Of Terror‘ (Nein, keine Hallows Eve Coverversion! d.Verf.) wären seinerzeit Szenehymnen gewesen, überhaupt: Wer quäkt da so nasal schräg im Hintergrund? Das gitbt dem ganzen, nicht nur aufgrund der Rhythmik einen dezenten Voivod Touch. Lecker betitelte Nummern wie ‚Torturing The Deceased‘ halten das Niveau, nur die gepressten Screams hätten sich die Herren knicken können. ‚Once Opon A Time In Hell‘ wartet mit der besten Gesangsleistung auf und wirkt wie ein Mash-Up aus Strassen Punk und Proto Metal.  „Feels Like Punk Sounds Like Thrash“ ist ein herrlich ehrliches, unverkrampftes Album, das Fans der hie erwähnten Bands verzaubern wird! Schön auch das The Accüsed mäßige Cover Artwork!

7 Points. Erschienen über Dissonance Productions



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