Section: Reviews 40350Autor: Diggi
Datum: 13.05.2018
Bereich: Reviews

Endlich ist mal wieder Zeit für den Blick zur Seite....

Misanthropy

PROTECTOR

HORNELLA!

Dieser Tage reden ja nicht wenige über den "Relaunch" von Sodom, damit verbunden wird auch wieder die kultig-rumpelige Vergangenheit der Ruhrpott Thrasher in der Schnittmenge zwischen Proto Black und Death Metal zum drölfzigsten Male beleuchtet. Die Vergangenheit der Thrasher ist so essentiell wie legendär. Oft werden da aber auch die anderen Pioniere des deutschen Extreme Metal vergessen. Poison oder Minotaur. Wichtig sind auch die Bands die 2-3 Jahre nach dem Urknall um 1984-1985 durchgestartet sind. Neben Darkness, Assassin oder Deathrow MUSS man da auch die Extremisten PROTECTOR erwähnen!

Ganz besonders deren Debüt EP, "Misanthropy" hat einen festen Platz in meinem Thrasher Herz, u.a. auch deshalb, wei die Radikaliät, dieses Urwüchsige, die Unberechenbarkeit, die "Leck mich" Attitüde und die unbändige Wucht der Songs mehr oder weniger sogar die großen Name am langen Arm verhungern lässt. Das wahnsinnige Geröchel von Martin Missy, gepaart mit den windschief anmutenden Unterbau aus Neandertalriffing und Mammutdrumming machen Stücke wie 'Holy Inqusition' oder das abartige 'Agoraphobia' auf Seite eins zu absoluten Klassikern in der Schnittmenge von archaischen Black Thrash und gemeingefährlichen Proto Death Metal.

Auch die andere Seite der Mini LP kennt keine Gnade und hält mit 'Kain And Abel' einen weiteren für die Nachwelt festgehaltenen Klassiker bereit. Wirklich heftig ist der Abschlusstrack 'Holocaust'. Eine schonungslose Abrechnung mit unsäglichem Kriegsgreuel.

PROTECTOR haben dann später mit dem Langdreher Einstand "Golem" weiter Geschichte geschrieben, entwickelten sich in den folgenden Jahren bis zum Tode des Schalgzeugers Michael Hasse (RIP 1994) zu einer kompromisslosen Kapelle, die immer wieder zwischen Thrash und Death Metal changiert.

Entdeckt die Norddeutschen wieder oder komplett neu! Es ist nie zu spät!



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