Section: Reviews 40348Autor: Diggi
Datum: 13.05.2018
Bereich: Reviews

Eine Legende, ein Abend, zwei Alben...

Live In Overhausen

OVERKILL

HORNELLA!

Es war mal wieder ein ziemlich smarter Schachzug von New Jerseys Finest, gleich 2 Feste in den Ruhrpott zu legen. Am 16.04.2016 zelebrierte die Band mit den Skullcrushern und Fans das 25jähirge "Horrorscope" bzw 30jährige "Feel The Fire" Jubiläum. OVERKILL haben eine wechselhafte Karriere hinter sich. Die ersten 5 Alben sind unumstössliche Meilensteine der Thrash Historie, "I Hear Black" war dann gleich doppelt zuviel für die damalige Fanbase, denn eine dermaßen klare Verbeugung Richtung Black Sabbath und damalig vorherrschenden Alternative Metal Trends war so nicht zu erwarten...(Auch die Scheibe kann was! d.Verf.) Danach modernisierten OVERKILL ihren Sound, die nächsten Alben sollten bis Anfang der 00er Jahre vor allem Groove bringen. Einige Artwork Sünden später, sind OVERKILL nun in ihrem dritten Frühling und haben seit 2010 gleich vier bockstare Alben in Folge veröffentlicht.

Die Metal Hammer Roadshow in 1986 brachte OVERKILL  auch in die Bochumer Zeche, die Herr Blitz während des "Feel The Fire" Sets auch erwähnt. Darauf basiert die besondere Beziehung der geerdeten Musiker zum Ruhrpott. "Live In Overhausen" soll so etwas wie eine Hommage, ein Dankeschön an die letzten 30 Jahre sein. Das ist der Band definitiv gelungen.

Das "Horrorscope" Album ist eines der stärksten der Band und hat sich bis dato auch am besten verkauft. Was soll man auch machen, wenn man ein Signature Eröffnungsriff wie bei 'Coma' an Bord hat? Einen der stärksten Doom Kriecher, den eine Thrash Metal Badn nur schreiben kann, nämlich das Titelstück? Oder so herrlich rotzige auf die 12 Thrasher wie 'Thanx´For Nothing' oder 'Infectious'? Die Scheibe gehört in dne Klassiker Kanon des Thrash Metal und bietet mit 'Solitude' eines der dunkelsten Stücke der Band überhaupt.

Der Live Sound ist sympathisch dezent nachbehandelt, die Band feuert aus allen Rohren, natürlich klackert wiedereinmal D.D´s Bass ziemlich prominent im Vordergrund, das ändert aber nichts an den schädelspaltenden Qualtiäten dieses Mitschnittes. Herr Blitz gibt wie gewohnt einen der beste Entertainer des ganzen Genre, seine Ansagen sind herrlich pampig-charmant. Wenn es um seine Sangeskünste geht, dann sollte man den Herren besser Peter Pan nennen. Wahnsinn!

Auch der "Feel The Fire" Part macht unheimlich Spass und gräbt Kamellen wie 'There´s No Tomorrow' ode 'Second Son' aus. Geilo! Die Scheibe hat mehr als 'Hammerhead' oder 'Rotten To The Core' zu bieten und zeigt mit z.B. 'Raise The Dead' die traditionellen Metal und Punk Wurzeln der Band auf.

Gänsepelle hatte euer Rezensent bei 'Feel The Fire' und 'Overkill' damit verbindet man einige geniale Jugenderinnerungen....

"Live On Overhausen" ist hoffentlich bald ein Live Album Klassiker!

9 Points. (Einen Punkt Abzug für den Rückzieher von Bobby Blitz, der diese Aufführung beider Alben am Stück als einmalig deklarierte, aber auf dem kommendne RHF eine "Ausnahme" macht.....)

Erscheint am 18.05.2018 via Nuclear Blast.



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