Section: Reviews 40330Autor: Sista S.
Datum: 12.05.2018
Bereich: Reviews

Karriere wie Maiden?

(R)evolution

ARCHITECTS OF CHAOZ

Metalville veröffentlichen am 25.Mai 2018 das neue Album von den Architects of Chaoz. Wie die Meisten sicherlich wissen, Paul Di'Anno ist nicht mehr dabei. Als ich damals von seinem Ausstieg erfuhr,war ich echt traurig,denn nicht nur Paul konnte auf dem ersten Album überzeugen, nein, das ganze erste Album der Jungs war Klasse. Angefangen haben sie quasi als deutsche Begleitband von Paul Di'Anno und zusammen schmetterten sie die legendären Iron Maiden Songs der ersten beiden Alben.

Die Entscheidung eigene Songs zu schreiben war goldrichtig, denn die Mischung aus traditionellem Metal a la Maiden und U.S.Metal und das verpackt in einem etwas moderneren Klanggewand,konnte sich hören lassen. Ich liebe Paul Di'Anno und die beiden ersten Maiden Alben,aber für Maiden kam der ganz große Durchbruch ja erst nach dem Abgang von Paul. Und das würde ich den Architekten auch gönnen,denn auch das neue Album hat es in sich und überzeugt. An der Ausrichtung hat sich nichts geändert,die kraftvolle Art und Härte ist geblieben,doch ist man melodiöser geworden. Und das liegt auch am neuen Sänger Titta,mit dem man eine sehr gute Wahl getroffen hat,dessen Stimme in manchen Momenten,der von Paul gar nicht so unähnlich ist. Aber Titta ist doch insgesamt etwas variabler und setzt öfter die hohe Kopfstimme oder auch kräftige Screams ein. Die Gitarren am Anfang des ersten Songs und auch nochmal im Soloteil klingen nach Maiden(Ist das nicht von Aces High?)

Insgesamt ist 'Rise' ein gelungener gut nach vorne gehender Opener. Titta klingt aggressiv und beweist mit einem Schrei zum Ende, was er auch diesbezüglich drauf hat. 'Dead again' ist ein Song der Kategorie,je öfter man ihn hört,desto besser wird er und dann geht er einem auch nicht mehr so schnell aus dem Kopf,da er einen wunderbaren melodiösen Refrain hat. Aber auch die Solos sind ausgefeilt. Zu diesem Track hat man auch ein Lyric-Video ins Netz gestellt. Noch einen Tick besser gefällt mir 'Hitman', der wieder flotter ist und durch einen ebenfalls geilen Refrain zu gefallen weiss. Da screamt man das Wort 'Hitman' doch direkt mit und bildet mit seiner Faust ein Mikro. Auch die Solos sind wieder vom Feinsten. Das nächste Stück 'A moment of clarity' beginnt bedächtiger und entwickelt sich zu einem melodiösen Stampfer. Zwischendurch wird hier auch das Tempo kurz angezogen,zum Beispiel kurz vor dem Solo.

Also es wird Abwechslung geboten. Jetzt auf alle Songs einzugehen,würde wohl den Rahmen sprengen,denn es sind immerhin dreizehn. Aber ich kann versprechen,dieses Album klingt trotz der Abwechslung wie aus einem Guss und wir bekommen auch im weiteren Verlauf knackige Riffs,tolle Melodien,wunderbare Gitarrensolos und auch den ein oder anderen Scream zu hören.

Ich würde das Album kaufen.



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