Section: Reviews 40320Autor: Sista S.
Datum: 10.05.2018
Bereich: Reviews

Auf Solopfaden

Evil Deluxe

NILS PATRIK JOHANSSON

Nils Patrik Johansson ist vor allem bekannt als Sänger von Astral Doors. Diese werden ja oft verglichen mit Rainbow,Black Sabbath,Deep Purple und Dio. Mit letzterem mit Sicherheit auch durch den Gesangsstil von Nils,der dem des kleinen Gottes nicht unähnlich ist. Also ich empfinde den Gesang von Nils als eine etwas rauhere Variante von Dio. Zudem singt Nils auch bei Lion's Share.

Vor einigen Jahren gründete er mit ehemaligen Sabaton Musikern die Band Civil War,deren Stil eine Mischung aus ein wenig Sabaton gepaart mit Dio ist. Bei Civil War ist Nils inzwischen jedoch wieder ausgestiegen. Nun also sein erstes Soloalbum,welches am 25.Mai 2018 erscheint. Ich würde dieses Album als ein Heavy/Powermetal Album bezeichnen mit Hymnencharakter.Durch einige Männerchöre,manche russische Folkmelodie und nicht zuletzt durch das Cover von 'Burning' werde ich einige Male an Accept/U.D.O erinnert. Oder auch auch die Art,wie das Wort 'Metalhead' in der gleichnamigen Metalhymne gesungen wird,lässt an die Solinger Stahlschmiede denken. Für diesen Song konnte man Chris Boltendahl von Grave Digger als Gastsänger gewinnen.

Durch den Bombast,der durch Chöre und Keyboardeinsatz erzeugt wird und durch die Eingängigkeit mancher Songs und deren Mitsingbarkeit,kommt auch einige Male ein gewisses Sabaton Feeling auf.Und die Dramatik mit der Nils seine Songs vorträgt,lässt mich auch immer wieder an Dio denken.Aber auch manches Riffing.Die Heavy Metalhymne 'Kings and Queens' beispielsweise klingt wie eine Kreuzung aus 'Holy Diver' und einem Sabaton Song.Bei 'Circle in the sky' ist es genau umgekehrt. Eine Mischung aus viel Sabaton und ein wenig Dio Dramatik. Der Song 'A Waltz For Paris' hat meiner Meinung nach einen hohen Schunkelfaktor,birgt aber auch ein wenig Melancholie und geht dadurch knapp am Kitschfaktor vorbei. Das Eröffnungstrio des Albums,'Evil Deluxe','Estonia' und 'Gasoline' geht gut nach vorne und bietet viel Power,Melodie und Eingängigkeit. Auch wenn ich mich wiederhole,für mich eine Mischung aus Accept,Sabaton und Dio.'How The West Was Won' ist das abwechslungreichste Stück des Albums. Hier wechseln sich ruhige Passagen,Uptempo,Midtempo und Bombast miteinander ab.

Beim Soloteil wurde die Melodie vom amerikanischen Marschsong'When Johnny comes marching home' miteingebaut. Das taten ja auch schon Iced Earth bei ihrem Longtrack 'Gettisburg'.Rechnet man das Intro und das Accept Cover einmal ab,werden hier 10 Powermetal Songs mit Schmackes,viel Melodie und epischem Hymnencharakter dargeboten. Fans aller hier genannten Bands können sich angesprochen fühlen,aber auch der Powermetal Freund an sich.Als Drummer konnte Nils übrigens seinen Sohn Fredrik gewinnen. Des weiteren wirken Gitarrist Lars Chriss und Bassist Andy Loos mit,die ja beide auch bei Lion's Share spielen.

https://www.facebook.com/Nilspatrikjohansson/

https://www.youtube.com/watch?v=MV-5ov3fXXI



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