Section: Tattoos 4026Autor: Sista S.
Datum: 21.03.2005
Bereich: Tattoos
Thematik:Tattoos:.












Tattoo Special

Ink, Blood & Rock´n´Roll

Artist: Steffi
Name of Studio: Ink, Blood & Rock´n´Roll
Location: Waldhausener Str. 94
41061 Mönchengladbach-Altstadt

Mit wem hat man es mit dir zu tun:

Moin, ich bin dat Steffi.

Zur Zeit zähle ich 25 Lebensjahre bin gelernte Bibliotheksassistentin und insgesamt eine ziemlich bunte Erscheinung.

Wenn es etwas gibt, das ich erleben oder erreichen will ziehe ich mein Ding durch und bisher hats zu 99,5% auch geklappt.

Dazu zählt auch, das ich am 1.6.04 mein 1. eigenes Tattoostudio in der Mönchengladbacher Altstadt eröffnet habe...

Seit wann arbeitest du als Tätowiererin:

Nach instgesamt ca 6 1/2 Jahren Studioerfahrung und fast 3 1/2 Jahren praktischem Arbeiten war es fĂĽr mich an der Zeit die Machine in die Hand zu nehmen um mich alleine Durchzusetzen. Die erste Zeit des Lernens verbrachte ich mit Fenster putzen und Kaffee kochen.

Und während der harten Schule des Aufdrängens jeder Frage und Antwort neben meiner eigentlichen Ausbildung erlernte ich die ganze Theorie des Tätowierens und das nötige Drumunddran.

Wo warst du bis jetzt überall tätig:

Diese Zeit verbrachte ich bei Illumination Tattoo, Moers. Danach wechselte ich zu Tattoo by Uli, Moers und erlernte dort die Praxis. Dank vielen guten Freunden und Verwandten, denen ich immer noch in die Augen sehen kann, plus Selbstversuchen kam ich relativ schnell voran. Im Dezember 03 konnte ich dann in einem Duisburger Studio das selbstständige Arbeiten üben, da war es dann bis Mönchengladbach nicht mehr weit.

Wie kamst du in die Tattoo Szene:

Alles begann mit dem ersten Tattoo ( welches mittlerweile einem größeren weichen mußte) mit 16, dann folgte das nächste mit 17 und da wars um mich geschehen.

Ich war immer öfter in Studios schaute den Künstlern auf die Finger und rutschte tiefer und tiefer in diesen Beruf der die perfekte Verbindung zwischen Handwerk und Kunst darstellt.

Gab es Stories ĂĽber dich in zeitungen, TV oder sonstwo:

Jo, in der Arpil 2004 Ausgabe des Tätowiermagazins gab es die Vorentscheidung zum Nachwuchstätowierer und da kam ich prompt unter die besten 30 von über 120 Bewerbern.

Kurz nach meiner Studioeröffnung gab es einen Bericht auf der Titelseite des Lokalteils von der Rheinischen Post, Mönchengladbach. Ansonsten war ich bisher etwas medienscheu...

Was bedeuten dir deine eigenen Arbeiten:

Eigenartige Fage...

natürlich viel, aber am meisten bedeuten sie mir, wenn ich das Motiv individuell mit dem Kunden entworfen habe. Und es als Teil seines Lebens auf ihm verewigen konnte. Kleine Tribals und Delfine werden zwar bei mir mit der selben Präzision angefertigt, aber unter Bedeutung verstehe ich etwas anderes.

Kreirst du viele Flashes selbst: Fast alle Vorlagen werden von selbst gezeichnet, da ich bisher nur wenige Flash-sets besitze. Momentan arbeite ich an einem Set zum Thema 7 TodsĂĽnden, da wird dann wohl fĂĽr jeden was dabei sein.

Welche Leute würdest du niemals tätowieren: Ich tätowiere jeden, der 18 Jahre ist, nicht unter Drogen steht und vor allem keine rechtsradikalen oder rassistischen Motive. Da stößt man bei mir auf völlige Abneigung und Unverständnis.

Gibt es immer mehr Frauen, die sich verschönern lassen:

Es gibt mittlerweile sehr viele Frauen, die auch immer mutiger werden und den Männern in fast nichts mehr nachstehen. Gerade durch die gewisse Arschgeweih-Propaganda wurde die Anzahl spontan größer.

Viele Frauen lassen sich auch lieber an gewissen intimeren Stellen von anderen Weibchen verschönern.

Welche Art Tats magst du am liebsten:

Persönlich finde ich alles gut, wenn die Sachen gut gestochen sind. Vom Stil her mag ich am liebsten bunte, klare Arbeiten mit fetten Outlines aus dem New- und Oldschoolbereich. Von der Verarbeitungen gehören auch asiatische Designs dazu. Als Gegenstück arbeite ich sehr gerne black and gray realistic.

Was hälst du von conventions: Mmmmmhh... Ok, man kann sehr interessante Tätowierer treffen und ihnen ein paar Tricks abgucken. Man kann sich in der “Szene” umsehen und Neuigkeiten aufschnappen.

Aber als Fan würde ich mich nicht bezeichnen, vielleicht ändert sich das, wenn ich auf mehreren Conventions gearbeitet habe. ( bisher nur Castrop-Rauxel 04) aber dann hört ihr von mir...

Was empfielst du Leuten, die sich das erste mal inken lassen:

Sie sollen sich das Motiv gut überlegen. Viele kommen rein und wissen garnicht was sie wollen, machen sich auch nicht wirklich Gedanken über Individualität und entscheiden sich dann für das erstsbeste was zu ihrem Geldbeutel passt. Aus Erfahrung sage ich einfach mal das ein Größteil dierser Ersttäter ihr bisheriges nach ein paar Monaten vergrößern oder überstechen lassen. Schaut euch das Studio an, redet mit dem Tätowierer, denn schließlich ist ein gewisses Vertrauen von Nöten.

BloĂź zu nichts ĂĽberreden lassen und lieber noch mal wieder kommen oder andere Studios anschauen. Nichts machen lassen, weil die Freundin oder ein Star es hat.

Auch Namen von Verliebten sind immer so eine Sache.

Über Körperstellen wie z.B. Hals Hände, Gesicht und Unterarme sollte man nachdenken, wenn man nicht gerade den tolerantesten Chef hat, oder im Kundenbereich einer Bank arbeiten will... Entspannt euch, esst vorher vernünftig, und ein Paket Dextroenergen für den Zuckerhaushalt kann auch nicht schaden. Ein Tag vorher bitte nicht saufen ( blutverdünnend) und bitte duschen...

Außerdem ist es nur mit dem tätowieren nicht getan, lasst euch auf jeden Fall über das Abheilen und Pflegen aufkläre. Es wird jucken wie Sau, und wehe dem, der kratzt!

Gibt es immer noch viele Vorurteile:

Ja, ich sehe immer wieder wie vor allem ältere Herrschaften erschreckt zu ihren Handtaschen greifen, wenn man ihnen eigentlich nur die Tür aufhalten will. Man muss bei sichtbaren Tätowierungen ( bei mir sind das Hals, Hand und Finger + Septum Piercing) mindestens doppelt so freundlich auftreten und sich an komische Blicke gewöhnen. Auch bei Bankgeschäften und besseren Restaurants muss man automatisch selbstsicherer und netter auftreten.

Aber durch die Häufung von Tattoos auf Personen der Öffentlichkeit (auch wenn sie scheiße aussehen) wird es langsam besser. Und wenn man schon provozieren will, dann sollte man auch wirklich dazu stehen...

Die Tattooszene hat sich über die Jahre verändert. Wie siehst du das:

Positiv, denn immerhin werden die blutigen Wischlappen nicht mehr unter dem Tisch in Eimern gewaschen, in denen schon das Blut von 20 anderen Opfern ist...

Es gibt mittlerweile sehr gute, junge ambitionierte Künstler, die frischen Wind in den Bereich bringen. Die Farben werden immer besser und Umgehen mit Tätowierten ist toleranter geworden.

Negativ, immer mehr Leute denken, oh, ich habe eine Maschine mache schnell ne Ich-AG auf, und somit das schnelle Geld. Gilt jetzt auf keinen Fall für alle geförderten, aber über die vielen Cover-Up Wünsche darf man sich nicht wumdern.

Wie viele Werke hast du an dir und von wem:

Also 15 gesamt in mehreren Sitzungen manche. Ich zähle mal chronologisch auf. Die ersten beiden sind von Fine Line Düsseldorf, dann kam ich zu Illumination Tattoo, Moers und bekam dort Tahitianische Tribal und ein Rückenteil im Newschool Stil. Tschiggy machte mir ein Flammenarmband, Norman aus Bottrop verschönerte mir meine Wade mit Dämon und Schädel, Uli´s Innenarmtattoo ist auch Newschool.Meine eigenen machte ich mir am Bein, einmal nen Kooi und aufs Schienbein einen Dolch in Oldschool. Dann kam ich zu 7/11 in Krefeld Frank machte mir einen zweiten Dolch am anderen Unterarm und Fred eine Schädelrose auf die Hand, Kirschen und meinen Hals, auch alles Oldschool. Auf meine Knöchel kam noch ein F.T.W in Heimarbeit. Ich denke das wars...

Wird´s ne Website geben:

Jo, ist in der Mache mit Photos T-Shirt Bestellung und Konzerttips in Richtung Psychobilly, Rock´n´Roll und Metal!

Last Statement:

Tja langer Rede kurzer Sinn: Ja es tut weh, ja es macht süchtig, immer schön cremen und keep on rockin´!

Schaut doch mal rein...




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