Section: Interviews 39910Autor: Diggi
Datum: 10.04.2018
Bereich: Interviews

Die 90er Jahre Generation schlägt zurück!

DEATH. SKULLS & SATAN

NALE

NALE sind neben Schwergewichten wie Devildriver wohl die zur Zeit sinnvollste Wahl, wenn es um zeitgenössischen, harten Metal geht, der auch mal ein wenig „larger than life“ anmuten darf. Mathias, Sänger des schwedischen Abrisskommandos beantwortete in Rekordzeit unsere Fragen.

1) „Death.Skulls.Satan“ wächst mit jedem Durchgang, für eine Band wie ihr, die schnell auf den Punkt kommt und Riffs und Wucht vermittelt, ist das fast ein Novum, wo doch alles nach 30 Sekunden knallen muss…Ich finde das ist ein echtes Qualitätsmerkmal für euer Songwriting.

M: „ Vielen Dank für die netten Worte! Ich verstehe was Du mit Alben meinst die wachsen! Das sind in der Regel Scheiben, die bleiben, wenn wir das geschafft haben dann können wir uns glücklich schätzen.“

2) Das Album ist alles anderes als wachsweicher Mainstream Scheiss, sondern eher eine sehr gelungenen Momentaufnahme des innovativen Grundcharakters, den die 90er Jahre mit sich gebracht haben. Da kommen Erinnerungen an The Haunted, Static-X, B-Thong oder Pantera hoch, aber auch jede Menge Bad Ass Rock! Kannst Du das nachvollziehen, währen ich Eure Stücke ‚Filth‘ oder ‚Dead Man´s Song‘ höre?

M: „ Absolut! Bedenke  das wir Teenager in den 90er Jahren waren und unsere musikalische Identität ist schon dort zu finden. Besonders mit den von Dir erwähnten Static-X oder B-Thong hatte ich meine Erlebnisse. Wir sind mit sowas aufgewachsen und das zieht sich durch unser musikalische Sozialisation.  Entwicklung spielt eine große Rolle, aber die 90er sind das Fundament.“

3) Die Musik von NALE muss aufgrund des hohen Adrenalin Pegels auf die Bühne und man hat das Gefühl, das ihr lieber auf der Bühne mit den brachialen Riffs seid, als die Zeit im Studio zu verschwenden…

M: „Es macht schon Spass ein Album aufzunehmen, aber das ist alles nur ein Vorspiel, für das Live Konzert. Die Energie, der Schweiss, das Bier.. Im Studio riecht es meistens nach Kaffee und Fürzen von alten Männern….“

4) NALE vermitteln eine offensive „Fuck You“ Attitütde, wunderbar, wo doch die meisten großen Namen im modernen Metal im mehr zur Sissi mutieren…oder haben NALE auch Pläne zur Anbiederei im Schreibtisch? (kleiner Scherz…)

M: „ Hahaha.. Es ist weniger eine Fuck Off Attitüde, eher nach dem Motto: Es interessiert uns nicht was ihr über uns denkt, wir machen was wir wollen. Hört sich weniger krass an, aber wir sind auch nicht wirkich totale badass Dudes.  Wir sind nicht in einem Genre zu Hause, wie z.B. eine Melodic Death Metal Band, wir sind in allem ein wenig freier. Die Stücke für das nächste Album werden sicherlich anders klingen, es könnte z.B. wenige Rock´n´Roll beinhalten, dafür mehr Death Metal, oder wie auch immer. Trotzdem wird es immer NALE bleiben und wenn die Fans diese neuen Nuancen dann als solche auch registrieren und das interessiert… Ist doch super!“

 5) Auf dem Album findet sich auch ein fies-dunkler Schleifer, ‚The Black‘. Macht sich neben den Power Riffern verdammt gut! Wie kommt die Band dann plötzlich auf solche Kontraste?

M: „ ‚The Black‘ soll einen runter ziehen. Ich glaube das Anders (Schlagzeug) und Tomas (Gitarre) da alles gegeben haben, es erinnnert an die Szene aus Terminator, als der Panzer über all die Schädel rollt. Übrigens ist genau das Stück für uns musikalisch was ganz neues gewesen, auch das Stück Dead Man´s Song‘ fällt da in diese Kategorie. Das macht es halt interessant, hoffentlich auch für den Hörer.“

6) Was sind für NALE wichtige Themen wenn es um die Texte geht? Was wollt ihr dem Hörer vermitteln?

M: „ Ich sehe das Album als eine Deklaration der Unabhängigkeit an. Wir befassen uns zu 90% mit den Schattenseiten unserer Gesellschaft auf dem Album. Geld, Gier, Korruption. Es reflektiert das was wir sehen.  Die Welt ist am Ende, das ist der Soundtrack! Hahahaha.“

 



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