Section: Reviews 39890Autor: Sista S.
Datum: 06.04.2018
Bereich: Reviews

Moderner Folk Metal

Animus Et Anima

INCANTATEM

 

INCANTATEM kommen aus Hamburg und spielen modernen deutschsprachigen Folk Metal. Ich muss zugeben,dass ich nicht gerade der Experte bin für Folk Metal,von daher kann ich auch nicht sagen,ab wann dieser modern oder unmodern ist. Im deutschsprachigen Raum sind mir natürlich In Extremo und Subway To Sally bekannt.Korpiklaani, Finntroll,  Alestorm, Eluveitie und Orphaned Land bringe ich mit Folk Metal in Verbindung. Das Mittelalter,Trinklieder und alte Geschichten bringe ich auch damit in Zusammenhang. Natürlich die Instrumentierung oder typische Melodien. Vielleicht ist ja das Moderne an INCANTATEM,dass sie sich nicht mit den typischen und erwarteten Texten befassen,sondern sich eher mit den inneren Konflikten der Menschen beschäftigen.

Mit den Kontrasten. Das Helle und Dunkle,Rache-Vergeltung,Wissen-Instinkt.Wie es sich für Hamburger gehört,spielt auch schonmal die Schifffahrt und das raue Meer eine Rolle,wie bei dem Stück'Mara' beispielsweise. Mit 'Trink aus' hat man auch einen Trinksong auf das Album gepackt, welcher Live bestimmt eine gute Stimmung erzeugen wird.Insgesamt wird aber, meiner Meinung nach,eher eine dunkle, geheimnisvolle und sehnsuchtsvolle Stimmung erzeugt. Das liegt zum einen natürlich an den Texten,zum anderen auch am Cello,welches des öfteren gut zur Geltung kommt. Dudelsack und Flöten werden neben den Metalinstrumenten auch eingesetzt.Sänger Malte hat ein angenehmes, warmes, zuweilen auch raues Organ.

Trotz der Stimmung gibt es dennoch Songs bei denen man Mittanzen und Mitsingen kann. Die metallischen Riffs kommen meist einfach,aber durchaus hart gespielt daher und untermalt werden sie durch typische und eingängige Folk-Melodien. Der Song'Einsame Rache' wird einmal als 'normale' und einmal als Akustikversion dargeboten. Dieser Track ist der vierte des Albums und beendet für mich die erste Phase,welche halt etwas dunkler ist. Mit dem Seemannslied 'Mara' wird die Stimmung aufgelockert,da es einen großen Schunkelfaktor hat. Bei 'Spring,Püppchen' wird es schneller und das Tanzbein will geschwungen werden. Danach kommt das besagte Trinklied. Track Nummer 8 'Sehnsucht nach der Fremde' beschliesst für mich die zweite Phase des Albums,  welche die eingängigste, mitsingbarste und tanzbarste ist und den grössten Ohrwurmfaktor hat.

Mit den nächsten beiden Stücken kehrt man wieder zurück zur Stimmung der ersten Songs. Aber das ist nur meine Meinung, ihr könntet da ganz andere Empfindungen haben.Um das Herauszufinden,müsstet ihr euch dieses  Debütalbum besorgen,welches seit dem 9.März käuflich zu erwerben ist.



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