Section: Reviews 39534Autor: Sista S.
Datum: 13.03.2018
Bereich: Reviews

Queen of Metal

II

LEATHER

Leather ist die Band der legendären Sängerin Leather Leone,die in den 80ern mit Chastain einige klasse Alben veröffentlichte.Sie war von 1984 bis 1994 die Frontfrau in der Truppe des Wundergitarristen David T.Chastain.Seit dem Jahr 2013 ist sie wieder dabei.Wenn es um die Vergabe des Titels 'Queen of Metal' geht,hat Leather auf jeden Fall ein gewichtiges Wort mitzureden.In den 80ern gab es ja noch nicht so viele Frontfrauen im traditionellen Metalbereich,den Meisten fällt noch der Name Doro Pesch ein.Dieses hat sich glücklicherweise etwas geändert und dennoch ist Leather mit ihrer charismatischen,kräftigen,rauchigen und rockigen Stimme auch jetzt noch eine Klasse für sich.Im Jahre 1989 kam ihr erstes Soloalbum heraus und nun präsentiert sie uns 29 Jahre später den Nachfolger,den sie schlicht 'II' betitelt hat.

Sie selbst sieht das Album nicht als Nachfolgewerk,sondern eher so, dass sie ein neues Kapitel aufschlägt.Obwohl ich sagen muss,so wirklich etwas Neues gibt es hier nicht zu hören und das ist auch gut so.Will man von Saxon,Accept oder Priest etwa großartige Experimente hören?Wohl eher nicht.So bleibt auch Leather tief verwurzelt im traditionellen, schnörkellosen Heavy Metal und schenkt uns 11 knackige Headbanger,die jeden Kuttenträger jubeln lassen sollten.Ihre Begleitmannschaft kommt aus Brasilien und haut uns einige starke Riffs um die Ohren.Die Rythmustruppe ist stark und treibt gut an und da man mit 2 Gitarristen antritt,geizt man auch nicht mit starken Solos und Gitarrenduellen.Durch die 2 Gitarren erinnert manches positiv an Judas Priest,wie in dem Song'Outsider'.Mein Lieblingsstück ist 'Let me kneel',der mich nicht nur wegen der starken Backgroundvocals an Vicious Rumors denken lässt.Meist hält man sich im Midtempobereich auf,hat aber auch coole Mitstampfer und flottere Songs dabei.Speziell bei 'The One' glänzt Leather auch mit aggressiven Gesang.

Natürlich denkt man das eine oder andere Mal auch an Chastain,das bleibt ja nicht aus.Accept sind mir auch hin und wieder in den Kopf gekommen.Aber über allem thront der wirklich tolle Gesang von Leather,der dieses Album, bei aller Traditionspflege, zu etwas Eigenständigen und Einzigartigen macht.Balladen sucht man übrigens vergebens,nur der Song 'Annabelle' hat balladeske Momente.Vom flotten Opener 'Juggernaut',der als Einstieg genau richtig gewählt wurde,bis zum abschliessenden 'Give me reason',kann ich wirklich keine schwachen Momente entdecken.Das Album macht Laune,hat einen fetten Klang und dürfte nicht nur Chastain Fans überzeugen.



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