Section: Reviews 39431Autor: Bolle
Datum: 05.03.2018
Bereich: Reviews

In Vergessenheit gerät hier.....

Into Oblivion

ERADICATOR

Salute!

 

Die Herren ERADICATOR, namentlich Seba (vox, guitar), Zoppe (bass), Robb (guitar) & Pitti (drums) haben sich zum vierten Mal für die Aufnahme einer Langrille ins Studio gestellt. Rausgekommen ist ein 44-minütiges Old-School-Thrash-Spektakel der Extraklasse, doch dazu später noch mehr. Für „Into Oblivion“ wurde die Produktion im Gernhart Studio durch Martin Buchwalter (Destruction, Tankard, Accu§er...) und Sänger Seba erledigt. Das grandiose Cover-Artwork (meines Erachtens das bisher beste bei ERADICATOR) hat Christian Bröhenhorst beigesteuert.

Kurz zur Geschichte ERADICATORS. Gegründet wurde die Band aus dem sauerländischen Lennestadt 2004 von den damals 14- bzw. 15-jährigen Seba und Pitti Stöber und Sebastian Zoppe. Nach diversen Wechseln im Line-Up (vox, guitar) komplettiert seit 2010 der relativ „alte Sack“ Robert ‚Robb’ Wied die Band. Die vorangegangenen Alben „The Atomic Blast“ (2009), „Madness Is My Name“ (2012)  und „Slavery“ (2015) sind allesamt über Yonah Records erschienen. In mittlerweile über 200 Gigs haben die Jungs ihre Qualitäten live unter Beweis gestellt, z. T. als Support von Bands wie Sodom, Evile oder Violator oder auch auf Festivals wie dem Break The Ground, Bavarian Metalheadz Open Air oder dem Metallergrillen. Aber zu „Into Oblivion“...

Los geht’s mit ‚Moshproofed’, einer mit Bay-Area-Style Drums startenden Vollgas Thrash Abrissbirne, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Weg in zukünftige Setlists finden wird (und das nicht nur auf der in Kürze anstehenden „Backpfeifen-Tour“ mit GODSLAVE). Weiter geht’s mit ‚Doomsday’, einem Song, der die gesellschaftskritische Seite der ERADICATOR Lyrics aufzeigt und auch musikalisch zu überzeugen weiß. Bei ‚Wake Up To War’ darf Zoppe mal kurz ein Mini-Bass-Intro liefern, welches auch HAVOK gut zu Gesicht gestanden hätte. Und auch bei den folgenden Songs ‚Overcome The Blackness’ (trotz der durchgehend hohen Qualität mein persönliches Highlight, der Verf.) und dem Dampfhammer ‚Read Between The Lies’ (checkt das youtube-Video) gilt -> die Riffs sitzen, die Soli passen und auch die Melodien sind eingängig. Als nächstes steht der Titeltrack ‚Into Oblivion’ in der Tracklist, der einzige Song des Albums, den nicht Seba sondern Zoppe geschrieben hat und der mit Pittis wiederkehrenden Doublebass-Attacken sicher nicht Gefahr läuft in Vergessenheit zu geraten. Weiter geht die wilde Fahrt mit ‚Decadence Remains’, dem nächsten Vollgas-Thrasher, der u. a. mit dem Einsatz von Gangshouts ergänzt wird. ‚Paint The White Flag Black’ kommt, mal abgesehen von den eingestreuten Soli, wieder mit aggressiv shreddendem Riffing um die Ecke und zeigt, wie auch das im Vergleich weitestgehend getragen daherkommende ‚Drown The Truth’ und nicht zuletzt der Rausschmeißer ‚Weaponized’, dass die Jungs allesamt genau wissen, was sie mit Ihren Instrumenten tun.

Mit „Into Oblivion“ bringen ERADICATOR eines der ersten Thrash-Highlights des Jahres. Unverkennbar, wer die Heroen der vier sind, jedoch ohne je Gefahr zu laufen auch nur ansatzweise zu kopieren.

Wer die Möglichkeit hat sollte sich den Sauerländer Thrash-Vierer unbedingt live genehmigen. Es lohnt sich, das kann ich aus eigener, mehrfacher Erfahrung garantieren.

 

9.5/10, erscheint am 09.03.2018 via  Green Zone Music

 

Anspieltipps: ‚Overcome The Blackness’, ‚Decadence Remains’, ‚Read Between The Lies’


ERADICATOR testen?!

-> youtube Video: ‚Read Between The Lies’: https://www.youtube.com/watch?v=_LjQu-A5qL8

-> youtube Video: ‚Decadence Remains’: https://www.youtube.com/watch?v=O4aHaxsLM1c

 

web -> www.eradicator.de
facebook -> www.facebook.com/EradicatorThrash
soundcloud -> https://soundcloud.com/eradicatorthrash

 

 

Tracklist:

 

01. Moshproofed

02. Doomsday

03. Wake Up To War

04. Overcome The Blackness

05. Read Between The Lies

06. Into Oblivion

07. Decadence Remains

08. Paint The White Flag Black

09. Drown The Truth

10. Weaponized

 

 

ERADICATOR – LineUp

 

Sebastian "Seba" Stöber – Gitarre/ Gesang
Robert "Robb" Wied – Gitarre
Sebastian Zoppe – Bass
Jan-Peter "Pitti" Stöber – Schlagzeug

 

 

ERADICATOR auf „BACKPFEIFEN TOUR 2018“  mit GODSLAVE

 

09.03.2018 – Siegen * VORTEX

17.03.2018 – Glasgow * 5 NATIONS FESTIVAL (nur ERADICATOR)

24.03.2018 – Saarbrücken * KLEINER KLUB

06.04.2018 – Oberursel * TAUNUS METAL FESTIVAL (nur GODSLAVE)

07.04.2018 – Moormerland * PHÖNIX JUKUZ

14.04.2018 – Oldenburg * MTS Music

21.04.2018 – Oer-Erkenschwick * JOE’S (nur ERADICATOR)

27.04.2018 – Mainz *ATG

28.04.2018 – Büßfeld * M.I.S.E. SCHEUNE

13.10.2018 – Flörsheim * MOSHPIT

03.11.2018 – Tübingen * EPPLEHAUS

 



.


^^^ BACK TO TOP ^^^
© 1998-2012 by www.Heavy-Metal.de