Section: Reviews 39348Autor: Sista S.
Datum: 01.03.2018
Bereich: Reviews

Ruhrpott Metal

Salvation or decline

WICKED DISCIPLE

Ruhrpott Metal hat eine gute Tradition.

Wicked Disciple ist das Baby von Gitarrist,Sänger und Hauptsongwriter Patrick Donath,der aus dem tiefsten Westen,nämlich Bottrop kommt,und diese gute Tradition fortsetzt.Unterstützt wurde er im Studio von Michael Neugebauer(Gitarre,Bass,Songwriting) und Schlagzeuger Alex Knauf.An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen,dass Patrick noch Mitstreiter für die Live-Situation sucht.Einen Link hierzu gibt es im Wicked Disciple Interview auf diesen Seiten.Es sind auch einige Gäste auf diesem Werk zu hören.Beispielsweise ist auf dem Song'Helltime Left Behind' ein engelsgleicher Chor zu vernehmen und Manni Schmidt(Refuge,ex-Rage,ex-Grave Digger)steuert zwei Gitarrensolos bei.Titel Nummer 4 'You Will Never Know' ist eine gefühlvolle Ballade,bei der Patrick den Tod seines Vaters verarbeitet und sich das Mikro mit Gastsänger Martin Holtkamp teilt.Musste hier auch an meinen Vater denken.Die Musik ist schwer einzuordnen.Es ist quasi für alle etwas dabei.Heavy Metal,Thrash Metal,Crossover,moderner Metal.Einflüsse wie Metallica,Megadeth,Testament,Faith No More oder aber auch moderneres Zeugs wie Disturbed oder Godsmack,werden zu einem eigenständigen Ganzen zusammengefügt.Neben vielen guten Riffs und der nötigen Portion Aggressivität,gibt es auch schöne Melodien und einige eingängige Refrains zu entdecken und auch Patricks kräftiges Organ passt gut ins Gesamtbild.

Thematisch fühle ich mich auch oft angesprochen.Wer hat in dieser obskuren Welt,in der die Menschen wie Aliens in Dschungelcamps herumlaufen,eigenartige Kriege führen oder sich auf Gott und Geld berufen,nicht mal eine ordentliche Portion Wut im Bauch?Bei dem Stück 'Amok' kommt man zu dem Schluss,dass persönliche Kriege nicht gewonnen werden können.Zum achten Song wurde man inspiriert vom Faith No More Track 'Mouth To Mouth'.Titel Nummer 10 ist allen Headbangern gewidmet,die auf Konzerten freundlichen,aber heftigen Spaß suchen und bildet den Abschluss.Dann ist da noch der Metallica Song 'Jaymz Wordz',den ich mal als Hommage deute,da viele Metallica Songtitel im Text einfliessen,aber es wird auch auf das 'Lulu' Desaster hingewiesen.Das ist einer meiner Lieblingssongs dieses Albums,nicht wegen Metallica,sondern vor allem wegen des geilen Refrains.Da hier auch die Namen Clint und Eli fallen,möchte ich nebenbei auf den besten Film aller Zeiten aufmerksam machen,nämlich 'The good the bad and the ugly'.Total überrascht wurde ich durch das über 13minütige Instrumental 'Phobos,Deimos&Mars'.Denn mich, als alten Epic Metal Fan der Marke Manilla Road und Pagan Altar,überkam tatsächlich ein episches Feeling,welches eigentlich nur solche Bands in mir hervorrufen.Irgendwo,ab Minute 5,erwischte ich mich sogar dabei, lautstark ein HoHoHoHo mit in den Song einzuflechten.

Ein wirklich starkes,gut produziertes,abwechslungsreiches,nicht vorhersehbares Metal Debutalbum

Gratulation



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