Section: Interviews 39092Autor: Diggi
Datum: 11.02.2018
Bereich: Interviews

Mastermind Johnar im Plausch zum neuen Album!

Currents

IN VAIN

Johnar, Hauptsongwriter und Gitarrist der Ausnahme Band IN VAIN aus Norwegen beantwortete ausführlich unsere Fragen!

1) Hallo Johnar! Zunächst möchte ich Dir aufrichtig zu diesem wunderbaren Album gratulieren. Besteht eigentlich ein Zusammenhang zwischen dem Titel, dem unglaublichen Artwork und/oder einzelnen Titeln wie ‚Blood We Shed‘ oder ‚As The Black Horde Storms‘?

J: „ Vielen Dank für deine Worte, das tolle Review und die Möglichkeit die wir hier in Form dieses Interviews haben. Es existiert tatsächlich eine Verbindung zwischen dem Titel „Currents“. Dieser steht für die universellen und massiven Veränderungen in allen Bereichen, die wir in diesen Tagen überall erleben. Wir erleben zur Zeit regelrechte Völkerwanderungen, Kulturen gehen unter oder erneuern sich. Viele Denkweisen werden aufgebrochen, es entstehen neue, aber auch neue Formen der Oppositionen. All diese Themen nehmen wir auf einer eher abstrakten Ebene in unseren Texten auf. Hier möchte ich aber klarstellen, dass wir keinen politischen Ansatz verfolgen. Das Artwork sollte diese Völkerwanderungen darstellen, die Welle steht für das Wort „Currents“.

2) Kannst Du als Musiker nachvollziehn, das viele Hörer und Fans sehr dankbar für die Musik sind, die ihr komponiert. Oder generell für Bands wie IN VAIN – auch wenn ihr musikalisch klar für euch selbst steht – oder Bands wie In Mourning, die das Erbe von z.B. Opeth weitertragen und auch weiterentwickeln?

J: „ Danke. Nun, ich denke das wir versuchen Musik zu erschaffen, die Bestand hat. Wir könnten sicher mehr Erfolg haben, wenn wir Mainstream Metal spielen würden. Das ist aber nicht unser Ansatz. Wir wollen so viel Stile wie möglich nutzen und mischen, wir wollen den Hörer überraschen. Es ist ein schmaler Grad zu all zu „cheesy“ wirkenden Strukturen,die wir nach Möglichkeit umgehen. möchen.“

3) Bitte erzähl doch was zu ‚Times Of Yore‘. Auf „Currents“ finden wir den zweiten Teil…

J: „ Auf unserem Vorgänger hatten wir diesen Song, der an alte Zeiten, vergangene Epochen angelehnt war. Dieses Stück hat ein Outro und ein Riff, das mich lange nicht mehr losgelassen hat. Ich weigerte mich lange, dieses Thema wieder aufzugreifen, also entschied ich mich einen ganz neuen Song zu schreiben, der aber dieses Riff wieder nutzt. Unser Sänger Sindre hat hier dann seine allerersten Lyrics überhaupt verfasst, in unserer Muttersprache. Das Ergebnis ist unglaublich gut. Auch hier geht es wieder um längst vergangene Zeiten. Damit der Zusammenhang final hergestellt ist, nannten wir das Stück dann auch ‚ En Forgangen Tid (Times of Yore(Pt. II)’.”

4) Im Booklet warden FFUK, Cultiva Express und VAF erwähnt. Was hat es damit auf sich?

J: „ Das sind Organisationen der öffentlichen Hand, die Musikschaffende unterstützt. Ohne diese Organisationen und deren Arbeit wäre so ein Album schwer möglich, denn leider geben die Menschen immer weniger Geld für selbst komponierte Musik aus. Viele Bands aus Norwegen profieren davon. Die Gelder werden zu einem geringen Teil aus Steuergeldern bezogen. Der prozentuale Anteil daran ist gering, wenn man dagegen die Steuerbeträge für Theater etc sieht. Es ist jeden Cent Wert,man muss als Band aber verdammt viele Hürden nehmen, um von diesem Topf partizipieren zu können.“

5) Jens Bogren scheint im Moment der Produzent schlechthin zu sein, auch wenn ich finde, das Er Kreator in eine eher zu „epische“ Richtung produziert hat. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Herrn?

J: „ Jens ist ein enorm talentierter Mann. Das bedeutet aber auch, das Jens manchmal verdammt schwer zu erreichen ist und grundsätzlich sehr wenig Zeit hat. Er ist sehr geschäftig. Das ist gut für Ihn. Mit unserer Zusammenarbeit sind wir sehr zufrieden!“

6) ‚Soul Adventurer‘ ist das scheinende Licht auf dem Album, ein Stück das mit seiner hymnenhaftigkeit sofort heraus sticht.  Der Bruder zum dunkel-brodelnden Opener ‚Seekers Of The Truth‘…..

J: „ Oh Danke! Es scheint als wenn sich dieses Stück zu einer „Love It Or Hate It“ Nummer unter den Fans entwickelt. Ich liebe das Stakkator Riffing und den wunderbaren efrain. Ich glaube wir haben mit diesem Stück, welches komplett auf Klargesang setzt, viele Hörer überrascht, oder überrumpelt?  Wir haben aber schon immer mit einem stilistisch breit aufgestellten Gesang gearbeitet. Im gesamten Album Kontext funktioniert ‚Soul Adventurer‘ ganz wunderbar.“

7) ‚Origin‘ könnte dagegen die neue Blaupause von IN VAIN werden. Das Stück schlägt Haken ohne Ende und steht für ein hohes Maß an Kreativität.

J: „Danke nochmals. Ich habe bereits gelesen, das sehr viele das Stück mögen und es für das Beste auf unserem neuen Album halten. Um ehrlich zu sein war es Anfangs nicht einer meiner Lieblinge, aber das Stück wächst, auch für mich. Wenn Du genau hin hörst, stellst Du den kohärenten Kick Drum Beat fest. Sehr cool wie ich finde…. Ob das jetzt aber die neue Blaupause für IN VAIN ist….. Jedenfalls offeriert der Titel sehr viel, wofür IN VAIN musikalisch stehen, das ist richtig. Da wir so breit aufgestellt sind, fällt es mir schwer unsere „Art“ auf einen einzelnen Song runter zu brechen.“

Danke Johnar für die Zeit! Alles Gute für die Zukunft!

J: „ Danke für deine Zeit! Kommt vorbei und besucht uns auf unserer Tour mmit Orphaned Land vom 24.02. bis 04.03.2018! Unterstützt immer echte Kunst und Musik!“



.


^^^ BACK TO TOP ^^^
© 1998-2012 by www.Heavy-Metal.de