Section: Reviews 39011Autor: Diggi
Datum: 04.02.2018
Bereich: Reviews

Ein junger Klassiker des Progressive Death Metal...

The Malkuth Grimoire

ALKALOID

HORNELLA!

Aus der nie enden wollenden überiridisch-kreativen Quelle aus dem Obscura Umfeld machte sich 2015 Ex Drummer Hannes Grossmann auf, um mit ALKALOID aus dem Nichts einen Klassiker zu erschaffen. mit von der Partie ist aus der Landshut Clique Morean von Dark Fortress. "The Malkuth Grimoire" ist so außerirdisch-kryptisch wie der Titel sich liest. 'Carbon Phrases' schlängelt sich elegant mit Vocoder und Fretless Bass in die Seele des Adressaten, der Song schlägt über 9 Minuten lang Haken und überrascht und verzeubert immer wieder. Das ist im Wortsinn Progressive Metal und hat 2015 einige Kollegen aus dem Sulky geschmissen.

Die nahezu beängstigende Symbiose aus Perfektion und Gefühl macht dieses Album zu einem Monolith des Genre, einem Leuchtturm für alle anderen, gleichfalls eine hoch liegende Latte, die die Legion der Epigonen nie zu reissen vermag. 'From A Hadron Machinist' wirkt zunächst nachvollziehbarer, nimmt aber aufgrund des Themas fast klaustrophobische Züge an und verschärft immer mehr das Tempo. Das kriechende, bedrohliche 'Cthulhu' könnte aus der "Omnivium" Phase von Obscura stammen. Die Gitarren Achterbahnfahrten sind unglaublich. Zwischen zwei epochalen Longtracks ist das Titelstück eingebettet und zeigt zu Beginn den blanken Fang. Herrlich, was dieser Wunderdrummer da fabriziert! 

Die beiden Epen auf "The Malkuth Grimoire" fordern, das prophetisch betitelte und knapp 12 Minuten lange ' A Funeral For A Continent' ist nichts anderes als die Blaupause für progressiven, technischen Death Metal der kommenden Jahre.

Dieses Album muss auch drei Jahre nach Veröffentlichung auf CD, jetzt als Vinyl Version mit der Höchstnote bedacht werden, alles andere wäre ketzerisch!

10 Points. Erscheint am 09.02.2018 via Season Of Mist.



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