Section: Reviews 38889Autor: Diggi
Datum: 25.01.2018
Bereich: Reviews

Totengräber und Pyramidenforscher....

The Order Of Amenti

CRESCENT

HORNELLA!

CRESCENT liefern den zweiten Langdreher innerhalb von 4 Jahren und setzen sich damit direkt in die Führungsspitze der metallischen Ägytpologen weltweit. Neben Maat und Ra´s Dawn aus Deutschland muss man in diesem Zusammenhang natürlich Nile aus den Staaten nennen, sicherlich auch Septic Flesh, die sich der Thematik auch immer mal angenommen haben.

DIe tatsächlich aus Ägypten stammenden Musiker erschaffen hier eine teilweise klaustrophobische, dann wieder alles zermalmende monumentale Stimmung und agieren in der Schnittmenge zwischen Behemoth und eben Nile, ab und an hört man auch ein wenig Belphegor oder gar orchestrierte Dimmu Borgir heraus. "The Order Of Amenti" muss als Ganzes gesehen werden, das fängt beim coolen Cover inklusive Schakalkopf und Organwaage an und hört bei der massiven, leider in Teilen auch sterilen Macht-Produktion auf, hier leidet meiner Meinung gerade das unmenschlich quantisierte Schlagzeug. Sicherlich, CRESCENT bewegen sich oft im Sperrfeuer Modus, aber dann klingt das ganze wirklich nur noch nach einer Kleinstadtgroßen Produktionsmaschine in irgendeiner Industriehalle. Gesanglich sind definitiv Behemoth die großen Vorbilder der Ägypter, der Wechsel aus  harschen halbhohen Blackend-Death Metal Vox hin zu gutturalem Gegrowle ist sehr stark inszeniert.

Die Songs auf diesem Album sind, wenn wundert es, fast alle verdammt lang, fast immer schaffen es CRESCENT den Spannungsbogen zu halten, manchmal ist der Hörer aber auch einfach "satt". Trotzdem: "The Order Of Amenti" ist ein mächtiges Album geworden, das Behemoth Fans - zu denen ich nicht zähle - sicherlich noch mehr begeistern wird. Leider wagt die Band zu selten einen Ausflug in die eigene Folklore, um die brettharten Death Metal Attacken hin und wieder aufzulockern. 

7 Points. Erscheint am 09.02.2018 via Listenable Records.



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