Section: Reviews 38741Autor: Diggi
Datum: 14.01.2018
Bereich: Reviews

Schon lange nicht mehr hat ein Titel das was da in Noten auf einen wartet....

Desolate Grief

FAAL

HORNELLA!

Das dritte Album der Gruft Doomster FAAL ist ein wirklich sehr intensives geworden. Reicht die Melange aus Grotten Death Metal und Nekropol Doom schon nicht aus, vermengen die Niederländer ihre angeborene musikalische Kernkompetenz mit modernem Art und Post Rock. Das geschieht allerdings nur auf instrumentaler Ebene. Wenn wie bei 'Grief' die Gitarren durchaus in sphärischen Krautrock Atmosphären wandeln, röchelt der Gesang  in bester finnischer Manier viehisch dazu. Das ergibt ein verdammt dichtes Klangbild. So werden knappe 10 Minuten sicherlich nicht lang. 

In der Art und Weise, wie FAAL scheinbar grundverschiedene Genre über und untereinander schichten, erinnert das an das letzte Überwerk von Venenum. Trotzdem bleiben FAAL verdammt finster. Immer.'No Silence' offeriert sogar Grüße an The Ocean. Verrückt. Wenn dann nicht immer dieser mächtige Sarg Subwoofer los elchen würde. Sicherlich nicht Neu im Regal, aber so wie das FAAL machen ist das sehr, sehr krass. 'No Silence' sollte man sich jedenfalls nicht alleine anhören, wenn man einen schlechten Tag hatte. Hier doomen sich die Niederländer durch ein nie enden wollendes Labyrinth und hegen anscheinend Null Interesse daran, einen Weg hinaus zu finden. Bonjour Tristesse!

'Evoking Emotions' beginnt wie ein Stück von Universe 217, wie Äther fließen die Noten, wiegen den Hörer in Sicherheit... Und dann: Fast britische Melodieführungen.... 

"Desolate Grief" ist so wunderbar tiefschwarz und gleichzeitig wieder farbenprächtig, man wird die Scheibe wohl das ganze Jahr über immer mal wieder auflegen müssen, um das hier zu erfassen. Beklemmend und faszienierend! 

8 Points. Erscheint am 26.01.2018 via Ván Records.



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