Section: Reviews 38630Autor: Diggi
Datum: 07.01.2018
Bereich: Reviews

Was kann das Album mit Pepper Keenan ?

No Cross No Crown

CORROSION OF CONFORMITY

HORNELLA!

C.O.C. gehören ohne jeden Zweifel zu den "drei wichtigsten Bands mit den drei Buchstaben im Logo". Eine krude These meinerseits, denn S.O.D. sind Legende weil Sie ein wegweisendes Album veröffentlicht haben, danach sind die Beteiligten Mucker mit dem Projekt umgegangen wie mit einem Paar müffelnder Tennis Socken, oder heißen Kartoffeln: So richtig aus dem Kreuz kamen die Herren Milano, Lilker, Ian und Benante nicht mehr. Auch wenn 1999 ein eher halbgares Zweitwerk erschien. Absolut essentiell hingegen sind D.R.I. die hyper-hektischen Hardcore Punk mit dem Thrash Metal der mittleren bis späteren 80er Jahre morphten. Meisterwerke: "Crossover" und "Four Of A Kind". 

Die Nachfolgeband von S.O.D., M.O.D. des nicht gerade intelligenten Billy Milano stinkt gegen die hier erwähnten nur ab, zu keiner Sekunde konnte der Herrr es mit diesen Schwergewichten des Crossover aufnehmen. In diesem Kontext sollte man unbedingt noch Cryptic Slaughter, Wehrmacht und Suicidal Tendencies erwähnen, auch Ludichrist...zurück zu CORROSION OF CONFORMITY: Die Band hat immer einen anderen Weg verfolgt, spätestens mit dem 90er Jahre Überwerk "Blind" etablierte die Band einen Mix aus Hardcore, Thrash und tonnenschweren Riff Walzen, die stark von den Helden der Herren Keenan, Mullin und Dean inspiriert waren; Black Sabbath. Mit den folgenden Alben "Deliverance" und "Wiseblood", auf denen Pepper Keenan komplett den Gesang übernahm, haben CORROSION OF CONFORMITY mindestens 2 neue Sub Genre des Metal erfunden, mindestens enorm geprägt: Jedwede Art des Sludge, egal ob mit Heavy Rock, Southern oder Doom Einfärbungen.

"No Cross No Crown" setzt genau dort an und fällt so anno 2018 sehr angenehm aus dem zeitlichen Rahmen. Die Scheibe hätte ohne weiteres auch Ende der 90er erscheinen können. Die spröde, schroffe und teilweise kaltschnäuzige Art der Kollegen, hier Riffmonster zu schreiben, ist so nicht replizierbar.

'Wolf Named Crow' ist bereits jetzt ein Hit im Katalog der Band.'Little Man' hat Riffs und Chuzpe, wofür andere Kapellen ihr gesamtes Equipment in Zahlung geben würden. Mega fett! 'Forgive Me' ist ein weiteres Hochlicht, irgendwo zwischen Heavy Rock und Proto Metal. Die Spannbreite, die Variabilität ist sicherlich der Erfahrungen der Musiker in anderen Bands neben C.O.C. geschuldet.Natürlich bedarf es auch einer Sprit getränkten Biker Ballade auf einem Sludge und Co Album; mit 'Nothing Left To Say' haben wir hier einen besonders verzweifelten Vertreter der Zunft. 

Ein wenig "über" sind vielleicht die 1-2 Instrumental Überbrückungen, vielleicht hätte sich der ein oder andere Fan auch den Titeltrack als feist riffendes Brett vorgestellt und nicht als leicht verschrobenes Gitarren/Gesangs Experiment. Sei es drum, "No Cross No Crown" ist ein Statement einer essentiellen Band, die wieder voll im Saft steht!

8 Points. Erscheint am 12.01.2018 via Nuclear Blast. 



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