Section: Reviews 38609Autor: Diggi
Datum: 05.01.2018
Bereich: Reviews

Danke für diesen schweren Brocken.....

Tamsins likam

Hamferð

HORNELLA!

Das Sextett von den Farör Inseln legt die Messlatte für kommende Veröffentlichungen im Doom Metal Sektor generell wieder ein Stückchen höher. Waren zuletzt Kollegen von Sorcerer oder Khemmis schon verdammt fleißig im Drehen an der Niveauschraube, so könnte nun das Beerdigungsinstitut von den Farör Inseln für eine frühe Benchmark des Jahres 2018 sorgen. Färingische Texte können verdammt fesselnd sein, denn auch wenn ich hier kein Wort verstehe oder etwas nachvollziehen kann, so schmelze ich bereits mit der 9 Minuten Messe 'Fylgisflog' nur so dahin. Der sakrale, festliche Klargesang, wird oft aus einem fast schon meditativen Ziwschenzustand gerissen, nämlich von Grasnarben-tiefen Growls. 

So eine erhabene Interpretation des Death Doom habe ich verdammt lange nicht mehr gehört. Dieses Album ist verdammt schwere Kost, aber auch wiederum so atmosphärisch dicht, das es gleichzeitig auch leider wieder schnell vorbei ist. Mit Támsins likam' wird nun eine musikalische Trilogie abgeschlossen, die mit einer EP aus 2010 ihren Anfang nahm.

'Vápni I Anda' beschließt zunächst ruhig und anmutig ein Gesamtkunstwerk, welches das Genre dieses Jahr prägen wird! Hin und wieder, wie z.B. bei 'Stygd' schafft die Band es den Hörer komplett von der Außenwelt abzuschneiden. Diese Choräle, diese Dramaturgie...... Eine empathische Ballade im Doom/Death Metal kontext wie 'Frosthvarv' kann nur diese Band komponieren! Ich bin hin und weg und bin jetzt gespannt, wie dieses Album im Sommer funktionieren wird und was es mit dem Hörer anstellt. Hier und Jetzt ist diese Scheibe eine ultimative Katharsis!

10 Points. Erscheint am 12.01.2018 via Metal Blade 

 



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