Section: Reviews 38579Autor: Diggi
Datum: 27.12.2017
Bereich: Reviews

Ein weiteres Kapitel in Sachen Tolkien Metal....

With Doom We Come

SUMMONING

HORNELLA!

Das schattenhafte Duo aus Österreich steht seit 1995 für epochale audiophile Reisen gen Mittelerde. Wo sich zu Anfang noch skizzierter Black Metal Epik bedient wurde, fanden die beiden Musiker ihre Erfüllung in vermehrtem Synthesizer und Programming Einsatz. Auch "With Doom We Come" lebt von der opulenten Ausstaffierung der einzelnen Mini Epen. 'Silvertine' ist da im Wortsinn ganz großes Kino. SUMMONING werden ähnlich fanatisch gefeiert wie die Brüder im Geiste Bal -Sagoth. Es ist schon eine eingeschworene - ja man darf das Unwort "nerdig" ruhig gebrauchen - Fangemeinschaft. Nicht ganz unähnlich dem eigenbrötlerischen Duktus der Band selbst.

Der Beginn von 'Carcharoth' ist ergreifend, natürlich denkt man seit Anbeginn des Schaffens von SUMMONING immer mal wieder an die Paten des Bombast Black Metal, den Bathory mit diversen Alben schon damals perfekt intonierten, was danach von vielen Bands folgte, war entbehrliche "Verschlimmbesserung". Durch den Einsatz der verkratzt-verhuschten Black Metal Vocals bekommen Stücke wie 'Herumor' eine bedrohliche Atmosphäre, eine monumentale Atmosphäre, derer man sich schwer entziehen kann. Auch die archaisch perkussiven Momente wie bei 'Night Fell Behind' wirken nicht wie billiger Kirmes Mummenschanz; SUMMONING sind Meister ihres Fachs und wissen, wie Sie Spannung ohne Fremdschämfaktor aufbauen können.

SUMMONING Musik eben, für eben SUMMONING Fans. Wer bisher eher keine Berührungspunkte mit dem Duo hatte, aber z.B. die getragenen Falkenbach Sachen durchaus zu schätzen weiß, der sollte hier mit "With Doom We Come" einen Versuch starten. Er wird von Erfoolg gekrönt sein!

8 Points. Erscheint am 05.01.2018 via Napalm Records. 



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