Section: Reviews 38485Autor: Diggi
Datum: 20.12.2017
Bereich: Reviews

Marco Kehren ist nach 10 Jahren Funkstille mit dem achten Album zurück..

Ode T Acts Od Murder, Dystopia And Suicide

DEINONYCHUS

HORNELLA!

Ob der Niederländer aufgrund des letzten, sehr unterschiedlich aufgenommenen "Warfare Machine" Albums so lange weg vom Fenster war ist reine Spekulation, allerdings müssten dann so einige Kapellen aufgrund der Verarbeitung von WW II Thematiken die Segel streichen....Ganz besonders aus Holland. Aber gut, ich muss mich mit Wertungen hier zurückhalten, kenne ich doch diese Scheibe nicht. 

Mit Markus Stock ( u.a.The Vision Bleak) und Steve Wolz ( u.a.Ex-Bethlehem) hat der Multiinstrumentalist jedenfalls ein pechschwarzes Manifest an Depressive Black Metal mit Doom Death Metal Einflüssen und Ultra Gothic eingespielt, welches sich seiner Sogwirkung in Richtung "Ganz nach unten" von Anfang an mehr als bewusst ist. Aber: Atonales Gestöhne oder scheeppernde Papp Drums finden hier nicht statt, die Scheibe ist dank Markus Stock sehr voluminös, wuchtig und raumgreifend produziert.

So erhalten das wirklich heftige 'Life Taker' oder das verschrobene 'Buried Under The Frangipanis' noch mehr Tiefe, erreichen den Hörer sofort und verschlingen Ihn wie ein schwarzes Loch. Hier sollten Forgotten Tomb, Portal, aber auch vergrätzte alte Secrets Of The Moon Hörer unbedingt mal reinhören. Die in ihrer schleppenden und krieichenden Intensität fast als schrecklich zu bezeichnenden 'Dusk' oder There Is No Eden' werden zum Schluss dann mit einem brachialen Black Metal Ausruch in Form von 'Silhouette' wieder aufgelöst.

DEINONYCHUS ist verdammt krasser Stoff, demgegenüber aus der Funeral Doom, Drone oder Black Metal Ecke auch wieder mehr als ebenbürtige, in Teilen sogar krassere Kollegen gegenüberstehen. Ob Marco Kehren hier ein plakativer Provokateur ist oder nicht, das gilt es zu beobachten.

 6 Points. Erschienen über My Kingdom Music.



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