Section: Reviews 38105Autor: Diggi
Datum: 14.11.2017
Bereich: Reviews

Ein neues Live Album von Maiden....

The Book Of Souls: Live Chapter

IRON MAIDEN

HORNELLA!

Ganz sicherlich sollte eine Rezension zu eben einem Live Album nicht zu einer Art Raketenforschung ausarten. Über die Jahre habe ich mich immer als Verfechter des Live Albums gegen die neunmalklugen Youtube Nörgler gestellt. Was wäre die Rock Historie ohne Live Alben? Und gerade da haben IRON MAIDEN mit Live After Death sicherlich mindestens einen unumstößlichen Monolithen für die Ewigkeit kreiert. Wer das in Frage stellt, der sollte doch mal überprüfen ob Er nicht über einen längeren Zeitraum mit dem Kopf in der Mikrowelle übernachtet hat. Sicherlich sollte man in diesem Zusammenhang auch nicht Maiden Japan vergessen. Waren die Brüder/Schwester Alben A Real Live und A Real Dead One teilweise launige Pflichterfüllung, so war Rock In Rio mit einer kongenialen Setlist (Ghost Of The Navigator! The Mercenary! Dream Of Mirrors! The Clansman! d.Verf.) und den Rückkehrern Smith und Dickinson ein weiterer epochaler Meilenstein in der Geschichte der IRON MAIDEN Live Alben. Auch über den quantitativen Output der Briten braucht man da eher nicht zu streiten, auch die Götter des Prog Rock, Rush legen Wert auf wertige Tournachbetrachtungen. 

Nun liegt mit "The Book Of Souls: Live Chapter" eine der erfolgreichsten Rundreisen der Briten vor und eines muss klar konstatiert werden: Im Live Einsatz legen aktuelle Nummern wie 'Speed Of Light', 'If Eternity Should Fail' oder ganz besonders 'The Book Of Souls' und 'Death Or Glory' noch einige Jota an Rasse und Klasse zu!

Die Altmeister haben es wohl gelassen gesehen und fast alle Stücke - jedes wurde übrigens in einer anderen Stadt mitgeschnitten - mit einem sehr rohen Live Sound versehen. Jedes Stück wirkt somit als autarkes Zeitdokument. Auch die Performance der einzelnen Musiker schwankt dadurch auf sympathische Art und Weise hier und da. Kritikpunkte eures Rezensenten sind die völlig überstrapazierten Setlist Staubfänger 'The Trooper' und 'Wrathchild' auch die latent nervende Schunkelnummer 'Blood Brothers' gehört unbedingt eingemottet, schließlich wurde der Track auf der Brave New World Tour, der Final Frontier und der letzten Tour vorgetragen. Aber das wird wohl jeder Maiden Fan anders sehen. So freut man sich hier über 'Powerslave', das gar nicht so langweilige 'The Red And The Black' oder 'Children Of The Damned', hier scheint Bruce Dickinson in Montreal besonders motiviert gewesen zu sein. 

Gibt es wirklich überflüssige Live Alben von IRON MAIDEN? Nein, wohl nicht, denn auf jedem finden sich immer wieder diese ganz bestimmten Gänsehautmomente. (Tip: Checkt mal 'Paschendale' auf Death On The Road, d.Verf.)

Einzig der leidige Anti Gitarrensound von Produzent Kevin Shirley ist mittlerweile wohl ein Ärgernis, mit dem wir bis zum hoffentlich nicht so schnell kommenden Ende der Band leben müssen.

Die Band ist trotz dem ein oder anderen schwächeren Song in den letzten Jahren immer noch die größte Metal Band des Universums und schafft es besonders mit den aktuellen Stücken ein enorm agiles Live Album zu gestalten! 



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