Section: Reviews 37894Autor: Diggi
Datum: 27.10.2017
Bereich: Reviews

Dritte Scheibe der Modern Thrasher aus Ba-Wü....

Mankind

FATEFUL FINALITY

HORNELLA!

"Mankind" ist nicht mehr zu retten. Also die Menschheit sicherlich nicht, aber der Käufer dieses Rundlings doch sicher! 'Autonomous' donnert wie ein getunter PS Bolide durch die Boxen und legt den Fokus auf Riffs. Nicht verkehrt für die Art von Thrash Metal, die FATEFUL FINALITY favorisieren. Der Gesang umfasst im Opener drei Klangfarben und greift damit dem restlichen Material vor. Die Ami Thrash Bölke ist sicherlich songdienlich, der angerauhte Gesang für die Bridge/Refrain Situation tönt allerdings ausbalancierter, ich eile mal ein wenig voraus: Bei 13 Stücken plus einem Bonussong kann das auch mal monoton wirken.

`Now More Than Ever' erhöht die Schlagzahl und überzeugt mit kleinen Details in der Gitarrenarbeit, auch der Gesang kommt deutlich variabler aus der Boxengasse. Spätestens hier kann man konstatieren: Das Album wird kein Fallobst werden, dafür können FATEFUL FINALITY diesen Sound viel zu gut!

'Mouth Plug Money' ist dann sogar ein erster Semi Hit auf "Mankind", schöner Arschwackel Groove, angepisste Bulldogge am Mikro, kennt man alles, muss man aber auch erstmal so hinbekommen. Stellt Euch die Pro Pain Kante, Lamb Of God und ein wenig Devildriver Gewürzmischung vor, das ganze verpackt in hochprofessionellem Songwriting. Dem steht übrigens die Produktion in gar nichts nach, selbige pflastert ohne Gnade das Gebiss zu Konfetti.

'Forsaken' kann auch einiges. Endlich mal Vollgas! 'Killed Alive' wirkt dann etwas distungierter, weil filigraner und trotzdem ähnlich hart und unnachgiebig! Etwas "Punk-Corig" kommt dann die knackige Abrissbirne 'Savage' daher, die - auch wenn eher im gediegenen Midtempo - für ordentlichen Stoffwechsel im Pit sorgen wird.

"Mankind" hat einen Makel: Die Scheibe ist um 3-4 Songs zu lang ausgefallen. Hin und wieder ertappt man sich trotz einiger sackstarker Brecher an das Zweitwerk von Machine Head zu denken, das sich irgendwann zog wie ein fieser Kaugummi unter den Chucks.

7 Points. Erschienen über Fastball Music. 



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