Section: Reviews 37876Autor: Diggi
Datum: 26.10.2017
Bereich: Reviews

In Mourning und Ex October Tide Musiker besteigen die Post Kutsche....

Ildlaante

ANTARKTIS

HORNELLA!

Manchmal will man ja ein Album gut finden ohne es vorher gehört zu haben. Als ich die Presse Info bekam, das Björn Petterson und Tobias Netzell von In Mourning eine neue Band am Start haben, war ich sofor wuschig. Aber: "Ildlaante" zeigte mir ihre kalte Schulter. Warum? Weil die Mucker hier alle morbid-melancholischen Meodien, alle Melo Tod Einflüsse und auch all die vielen Gäsnehaut Refrains der Hauptband außen vor lassen und mit ANTARKTIS den Bandnamen zur Persona Non Grata machen.

Hier regiert auf 52 Minuten für die Musiker wahrscheinlich katharsisch wirkender, blank-schroffer Post Metal mit Blickkontakt zum sogenannten Black-Gaze.

Da ist das Feld allerdings bereits durch einige Bands aus den USA und auch Germoney bestens bestellt. So bleiben z.B. mit 'Notes From Underground' zwar auch 1-2 Stücke im Kurzzeitgedächtnis des Rezipienten hängen, hinterlassen aber keine überwältigende Wirkung. Schade. ANTARKITS bedienen sich donnernden Soundwänden, doomigen, dann wieder plerrigen Riffmotiven, der Sänger blökt Genre-like auch eher monoton wie der berühmte Hirsch in der Brunftzeit, das kann die Band alles profund. Hier sind schließlich verdammt gute Musiker am Werk, aber irgendwie klingt vieles wie unter Zwang zusammengesetzt. Echte Emotionen werden auf diesem Album selten freigesetzt. Schade, wie gesagt. Gerade Emotionen, auch wenn es da dann mehr um die dunkleren geht, sollte eine Post Rock/Metal Band verbreiten, im besten Falle den Hörer damit wie mit einer Bleikapsel umschließen. Ich lege dann doch lieber wieder die Alben der Hauptband der beiden auf, hier stimmt einfach mehr.

Passend ist allerdings das dezent surreale Art Work, das an die die großen tschechischen Jules Verne und artverwandten Verfilmungen erinnert...

5 Points. Erschienen über Agonia Records. 

 



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