Section: Festivals 36709Autor: Bolle75
Datum: 10.07.2017
Bereich: Festivals

Rock Hard Festival 2017 - Teil III

Rock Hard Festival 2017 - Tag drei - Sonntag

Opeth, Dirkschneider, Fates Warning, Ross The Boss, Demon......

Salute!

 

Immer wieder (Pfingst-)sonntags endet das Rock Hard Festival. Und der Sonntag fängt nochmal eine halbe Stunde früher an als der Samstag, nämlich um Punkt 12.00 Uhr. Da die Einlasskontrolle dem frühen Ansturm nicht vollends gewachsen ist fangen NIGHT DEMON vor relativ kleinem (dann aber stetig wachsendem) Publikum an. Die drei Amis machen Alarm für fünf und hätten einen Slot deutlich später verdient. Zwar kennen große Teile des Auditoriums die Songs der Heavy Metal Combo mit dem deutlichen NWOBHM-Einschlag nicht, dass hält aber niemanden im Rund ab, die Jungs zu feiern. Spätestens als NIGHT DEMON mit ‚Wasted Years’ von IRON MAIDEN das letzte Stück ihres Sets abliefern sind alle Anwesenden auf Touren.

Weiter geht’s mit BLOOD CEREMONY. Die kanadischen Classic Rocker / Doom-Metaller um Frontfrau Alia O’Brien, die mit ihrer Querflöte die Assoziation mit Jethro Tull quasi erzwingt, spielen ein Set, das sowohl von der künstlerischen Darbietung als auch vom Ton zu überzeugen weiß. Die Leute vor der Bühne feiern die vier Kanadier um die anmutig in dunkelblauem Samt gekleidete Sängerin über die gesamten vierzig Minuten ab, und wer vorher dachte, die vier seien für eine solches Open Air Event eher ungeeignet, sieht sich getäuscht.

Umbaupause zum drölfzehnten Mal an diesem Wochenende und schon entern SECRETS OF THE MOON aus Osnabrück die Bühne. Die Black Metal Combo existiert seit 1995 und hat im Jahr ihres 20-jährigen Bestehens ihr sechstes und bislang letztes Album „SUN“ rausgebracht. Dieses ist auch Hauptquelle der Setlist und steuert 2/3 der gespielten Songs bei. Auch bei SECRETS OF THE MOON passt der Sound und so vergeht der dritte Gig des letzten Tages wie im Flug.

Nachdem mit NIGHT DEMON heute eine verhältnismäßig junge Band mit NWOBHM Einschlag den Tag eröffnet hat spielt mit den 1979 gegründeten DEMON, die älteste Band des Festivals ebenfalls Mucke Marke NWOBHM auf. Wenn die Herrschaften aus Staffordshire aus jedem ihrer Studioalben nur ein Stück hätten spielen wollen, so hätten sie ihre Setlist von acht Songs auf dreizehn erweitern müssen. So konnte denjenigen, die die Band vorher nicht kannten nur ein Appetizer auf DEMON Kost gewährt werden. Diese Möglichkeit hat DEMON jedoch zu nutzen gewusst.

Mit ROSS THE BOSS, der ein Classic-Manowar-Set spielt und sich mit Marc Lopes einen Sänger ans Mikro gestellt hat, der sich vor Eric Adams nicht verstecken muss geht es um 16.30 Uhr weiter. Und Ross hat nicht zu viel versprochen. Kracher wie ‚Sign Of The Hammer’, ‚Fighting The World’, ‚Hail And Kill’ oder ‚Battle Hymn’ sorgen dafür das ROSS THE BOSS das Amphitheater im Handumdrehen fest im Griff haben. Die eine Stunde ist deutlich zu kurz und das Set hätte gerne noch ‚Carry On’ oder ‚Holy War’ enthalten dürfen. Sei’s drum.

Den Gig von FATES WARNING verpasse ich, von anderer Stelle erfahre ich, dass das Amphitheater zwar deutlich leerer als noch zuvor bei ROSS THE BOSS ist, das es sich aber für Freunde des Prog Metal definitiv gelohnt hätte zu bleiben.

Pünktlich zu DIRKSCHNEIDER bin ich zurück im Rund und erlebe, im jetzt rappelvollen Amphitheater, einen gut aufgelegten Udo in Top-Form. Der Ex-ACCEPT-Sänger legt einen eines Headliners würdigen Auftritt hin und mit seiner, im Vergleich zu seiner Reibeisen Singstimme, leicht nasalen Sprech-Stimme heizt er das Publikum immer wieder an. ACCEPT Klassiker wie ‚Balls To The Wall’, ‚London Leather Boys’ oder auch ‚Princess Of The Dawn’ lassen das Amphitheater bis tief ins Fundament erbeben und legen die Latte für den heutigen Headliner in unerreichbare Höhen.

Womit wir beim Thema Abschluss des diesjährigen Rock Hard Festivals wären. Den bilden die schwedischen Prog-Deather OPETH. Diese eröffnen ihren Gig mit ‚Sorceress’, dem Titelstück ihres aktuellen Albums. Da es sich bei den neuen Stücken um recht vertrackte Prog-Brocken handelt und hier die Fan-Dichte nicht gar so hoch ist leert sich das Auditorium wieder enorm. Die, die bleiben und auf OPETH stehen erleben einen Gig, der im Bezug auf Sound, Atmosphäre und Spielfreude der Band keine Wünsche offen lässt. Ruck Zuck ist es 23.00 Uhr und das RHF schließt seine Pforten für 2017.

 

Das war’s für 2017 vom Rock Hard, vielleicht gibt es ja nächstes Jahr wieder einen Augenzeugenbericht.

 

Running Order Tag 3



12:00 - 12:40 NIGHT DEMON

13:00 - 13:40 BLOOD CEREMONY

14:05 - 14:50 SECRETS OF THE MOON

15:15 - 16:00 DEMON

16:30 - 17:30 ROSS THE BOSS („Manowar-Classics“)

18:00 - 19:10 FATES WARNING

19:40 - 21:00 DIRKSCHNEIDER („Farewell To Accept“)

21:30 - 23:00 OPETH

 



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