Section: Reviews 36659Autor: Diggi
Datum: 30.06.2017
Bereich: Reviews

Zweites Album des Portnoy Filius

Phases

NEXT TO NONE

HORNELLA!

Interpretiere ich als Dream Theater Fan in dieses Album zuviel hinein? Und überhaupt, wer kann schon sagen wieviel Einfluss der Vater von Schlagzeuger Max hier hatte? Eines steht jedenfalls fest: "Phases" ist kein Schöngeist Prog. Dieses Album ist tatsächlich schroff und versprüht eine regelrechte Anti Haltung. Allerdings offenbaren NEXT TO NONE auch frechen Pagiatismus: 'Beg' ist sowas von Slipknot zu Debüt und Iowa Zeiten, das es schon fast provozierend wirkt. Das outet das Stück aber keineswegs als Hochlicht. Polternd, disharmonisch und konstruiert chaotisch, kommt auf "Phases" vieles rüber, wenn Max wilde Taktwechsel abfeuert, ein völlig daneben liegendes Paino Free Jazz übt, der Sänger schreit und schreit.....Das Riffing erinnert oft, wie auch bei 'Answer Me' an müde Versuche, den Polyrhthmik Chick zu revolutionieren... Nee, Leute, da sind Meshuggah, Decapitated oder Goijra gar in anderen Sonnensystemen unterwegs.

Lichtblick: Das knapp 9 minütige ' Alone', weil variabler, stimmungsvoller. Richtig gut sogar der 10 Minuten Wahn 'Kek', hier dürfen dann die Keys und die Gitarre endlich mal erfrischenden Prog Wahn ausleben, ohne gekünzelt krass zu wirken. Manche Gitarrenmelodie erinnert sogar entfernt an DT zu Systematic Chaos oder Train Of Thought Zeiten (Übrigens: Diese ganzen Nörgler, die diese Alben als zu hart empfinden..... Fuck sake....kauft Euch noch eine The Astonishing Box mit Obstschale! d.Verf.) 

'Clarity' kann sogar mal mit einem tollen Refrain mit Klargesang überzeugen! Hier schaffen es NEXT TO NONE ganz gut sich an die neue Beletage des Prog, also Protest The Hero, Between The Buried And Me und Intronaut anzunähern. Das abschließende Epos 'The Wanderer' hat ebenfalls seine Momente, offenbart aber auch die Lücke, die NEXT TO NONE noch kompositorisch schließen müssen, wenn Sie an ähnliche 20 Minuten Stücke heran kommen wollen.

"Phases" als Titel macht somit total Sinn. Die Band befindet sich in einer wichtigen Phase, ich als Rezensent verstehe jedenfalls nicht, warum sich die Band direkt zu Anfang der Scheibe eine absolute Stinker Phase leistet, inklusive schlimmster Slipknot Abkupferei im St. Anger Kosmos. Stakkato, Stakkato, schnodderiger Drum Sound, Brüll, Brüll, Brüll.....

Mit einigen Longtracks beweist die Band das es auch ganz anders geht!

6 Points. Erscheint am 07.07.2017 via InsideOut Music. 



.


^^^ BACK TO TOP ^^^
© 1998-2012 by www.Heavy-Metal.de