Section: Reviews 36629Autor: Diggi
Datum: 27.06.2017
Bereich: Reviews

Anonymes Trio aus Germoney mit einer mittelgroßen Post Punk bzw. Death Rock Sensation...

Personae Ingratae

ROPE SECT

HORNELLA!

Iron Bonehead ist und bleibt ein Label der unkonventionellen, unangepassten, manchmal auch kontroversen Kapellen. ROPE SECT passen da von der Anlage her perfekt in den Roster. Diese Sekte hier hat sich bewusst von der Gesellschaft abgewendet und verachtet diese zutiefst, nistet sich in den Wäldern ein und gründet eine klar strukturierte Gegengesellschaft, die Rope Sect. Hier hat das Seil eine "tragende" Bedeutung. Aber macht Euch besser selbst auf, um mehr zu erfahren.

ROPE SECT stehen musikalisch für erstklassigen, atemberaubenden Post Punk, in der Schnittmenge zwischen Death Rock (Achtung: Nicht zu verwechseln mit dem schrecklichen Death´n´Roll Genre!!!) und Goth Rock, die Stimmung schwankt immer wieder zwischen Joy Division in der ranzig-gefährlichen Variante und einer subtilen Neofolk bzw. Black Metal Ästhetik, letztere Vergleiche sind eher metaphorisch zu sehen.

Das gesprochene Intro zu 'Fallen Nation' ist in Verbindung mit dem Titel für einige sicher grenzwertig, für andere tiefschwarzer Zynismus. Jedenfalls lässt dieser eine Satz direkt zu Beginn aufhorchen, man ist hellwach und kann sich darauf in den dezent verhallten Goth/Deathrocker fallen lassen. Das ist Champions League! Ganz besonders der Gesang, der mitten aus denm späten 70er, frühen 80er Jahren transferiert wurde. Beeindruckend! 'Tarantist' steht dem in nichts nach, ist sogar noch intensiver, mit seinem unheilvollem Tenor. Wer genau hinhört, der darf hin und wieder auch mal T.Forge Intonation und auch Timbre in den Gesangsarrangements heraushören, nicht um den Hype um das 1+ X Namenlose zu potenzieren, sondern um die Strahlkraft der kleinen aber feinen Deathrock Szene klar zu machen.'King Of The Night' ist ebenfalls ein pechschwarz strahlender Hit, noch besser sind die LP Bonus Tracks 'Death Is Your Lover' und 'Rattenkönig'.

ROPE SECT könnten süchtig machen, wenn Sie sich selbst frühzeitig sinnstiftend verorten, irgendwo zwischen Teilzeit-Anonymität und souveräne Musiker. Krasser Scheiss!

8 Points.Erschienen über Iron Bonhead.



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