Section: Festivals 36618Autor: Bolle75
Datum: 25.06.2017
Bereich: Festivals

Rock Hard Festival 2017 - Teil II

Rock Hard Festival 2017 - Tag zwei - Samstag

Behemoth, D-A-D, Exodus, Asphyx, Skyclad.......

Salute!

 

Am Samstag, den 03.06.2017 startet das Rock Hard wie gewohnt gute 2 ½ Stunden früher als am Freitag und den Start machen an diesem Tag um 12.30 Uhr MONUMENT aus London. Die fünf zocken eingängigen, klassischen Heavy-Metal mit klarem NWOBHM Einschlag. Sänger Peter Ellis hat eine über jeden Zweifel erhabene Stimme, das Publikum geht mit und Pyro und Rauch erfreuen den Metal-Head seit jeher. Auch hier gilt wie tags zuvor: 40 Minuten sind zu kurz.

Mit KETZER folgt eine deutsche Band, die ursprünglich im Black-Thrash beheimatet war und mittlerweile starke Post-Rock Einflüsse in ihrer Musik hat. Den Anfang machte das gefeierte „Satan´s Boundaries Unchained“ gefolgt von Songs des neuen Longplayers „Starless“, die bei Die-Hard-Fans der ersten Stunde nicht ansatzweise die Begeisterung des Openers entfachen konnten. Nach acht Songs, die eine Kurz-Retrospektive des bisherigen Schaffens darstellten war Schluss und der ein oder andere der vorgenannten Fans vor der Bühne wusste nicht, ob er sich über die alten Songs freuen oder über die neueren ärgern sollte.

Das Wetter spielt nach wie vor mit, das Amphitheater füllt sich langsam und weiter geht’s mit THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA, die 2007 gegründete AOR / Classic Rock Band um die Soilwork / Arch Enemy-Achse Björn Strid, David Andersson und Sharlee D’Angelo . Mit zwei Background-Sängerinnen im Stewardessen-Look legen die Schweden einen lässigen Gig mit viel Verve hin.

Schnell `ne Wurst und `n Bier besorgt und schon stehen die englischen Folk-Metaller von SKYCLAD auf der Bühne. Gitarrist Steve Ramsey und Basser Graeme English, die das Rock Hard Festival erst im vergangenen Jahr mit ihrer anderen Band SATAN beehrt hatten, haben offensichtlich ebenso viel Spaß an diesem Nachmittag wie der bestens gelaunte Dave Pugh an der zweiten Gitarre, der nach zwanzig Jahren Unterbrechung 2015 wieder zu SKYCLAD gestoßen ist.

Die Engländer haben sowohl Songs von ihrer neuen Platte „Forward Into The Past“ wie ‚Starstruck?’ oder ‚Change Is Coming’ als auch alte Sachen wie ‚The Declaration Of Indifference’ aus der 27-jährigen Bandgeschichte sowie ein Thin Lizzy Cover im Gepäck und nehmen die Leute vor der Bühne und die mehr und mehr werdenden auf den Rängen gut mit.

Das Amphitheater füllt sich in der Umbaupause nach SKYCLAD gefühlt schlagartig was direkt mit dem anstehenden Gig der überaus beliebten niederländischen Death Doom Band ASPHYX zusammenhängt. Diese hatten in ihrem einstündigen Slot die Möglichkeit zwölf Stücke zu spielen, darunter die Titeltracks des ersten Albums „The Rack“ und des 2009er Langdrehers „Death... The Brutal Way“ und sorgten mit diesen Nackenbrechern bei ihren Fans für freudige Erregung nebst Crowdsurfing und weiterer Pit-Action.

Um 18.15 Uhr, nach ein, zwei weiteren Kaltgetränken kam für mich der gefühlte Headliner des Samstags auf die Bühne. EXODUS. Das Amphitheater hat jetzt einen Füllstand erreicht, der den des Freitags Headliners klar übersteigt...... Live wird Gitarren Mastermind Gary Holt, neben Schlagzeuger Tom Hunting mittlerweile einziges Gründungsmitglied der Bay Area Thrasher, weiterhin von Kragen Lum (u. a. Heathen) ersetzt, da Holt nach wie vor mit SLAYER unterwegs ist. Mit dem ebenfalls früher bei Heathen aktiven Lee Altus an der anderen Gitarre, Jack Gibson am Bass und Steve ‚Zetro’ Souza am Mikrofon hat EXODUS ein Line Up, das vor Energie strotzt und richtig Bock hat. Der Opener ‚Bonded By Blood’ verwandelt den Bereich vor der Bühne umgehend in einen riesigen Moshpit in dem der Aufforderung ‚Bang Your Head Against The Stage’ nur zu gern nachgekommen wird. Weitere Klassiker wie ‚Exodus’, ‚Pleasures Of The Flesh’, ‚Fabulous Disaster’ und natürlich nicht zuletzt ‚The Toxic Waltz’ verursachen Crowdsurfing und massiven Circle Pit, zu dem Lee Altus immer wieder auffordert. Den Tanzhöhepunkt des Tages bildet eine Wall of Death, die einen sackstarken Gig von EXODUS krönt.

Nachdem EXODUS das Amphitheater amtlich zerlegt haben wird die Bühne für D:A:D vorbereitet. Die Dänen haben ein Wohnzimmer von einem Bühnenbild: mit Riesensofa, auf dem das Schlagzeug thront und hinter dem zwei Stehleuchten sowie ein Wandbild platziert sind, zwei riesigen Boxen rechts und links sowie einem Bullenschädel mit Beleuchtung vor einer wunderbaren 70er-Jahre Tapete. Und D:A:D haben nicht nur für Kulisse gesorgt, nein, Basser Stig hat einen obskur anmutenden grünen Overall und eine Art Kampfpilot-Helm mit verdunkeltem Visir auf und spielt wie immer einen seiner zweisaitigen Bässe. Auch die Jungs aus unserem nördlichen Nachbarland haben gute Laune, die sich auch aufs Publikum überträgt und spielen u. a. Songs wie ‚I Want What She’s Got’, ‚Monster Philosophy’ und ‚Sleeping My Day Away’. Nach den Bay Area Thrashern ein gewagter aber geglückter Stilwechsel.

Der letzte Bühnenumbau des Tages für die polnische Death Metal Band BEHEMOTH ist pünktlich erledigt, warum Nergal und Konsorten erst gute zehn Minuten nach Beginn ihres Slots die Bühne betreten wird wohl auf immer ihr Geheimnis bleiben. Sei’s drum. Das Bühnenbild passt, Pyro und Weihrauch gibt es auch und nach einem Start mit ‚Blow Your Trumpets Gabriel’ sind die Leute im Rund, für die BEHEMOTH Grund des Erscheinens sind, auf Betriebstemperatur. Die Polen spielen zwölf Songs in weniger als 70 Minuten, obwohl sie derer 90 Zeit gehabt hätten. Diejenigen, die nicht wegen BEHEMOTH gekommen sind erleben, so sie denn bis zum Schluss bleiben, einen Auftritt, der Fragezeichen hinterlässt. Professionell aber ohne Verve, verspätet (fast 15 Minuten) dafür aber früher beendet (gute 5 Minuten). Das hätte man deutlich besser machen können. Feierabend Tag 2.

 

 

 

Hier geht es in Kürze mit Tag 3 weiter.

 

Running Order Tag 2

 

12:30 – 13:10          Monument

13:30 – 14:10 Ketzer

14:30 – 15:15 The Night Flight Orchestra

15:35 – 16:20 Skyclad

16:45 – 17:45 Asphyx

18:15 – 19:15 Exodus

19:45 – 21:00 D:A:D

21:30 – 23:00 Behemoth



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