Section: Reviews 36572Autor: Diggi
Datum: 19.06.2017
Bereich: Reviews

Französischer Frontalangriff!

Empyrean

BLISS OF FLESH

HORNELLA!

.....kommt da aus den Untiefen geschossen, seit dem Jahr 2000 sind die Franzosen BLISS OF FLESH unterwegs und haben sich gerade mit dem letzten Langdreher aus 2013 eine eigene Indentität geschaffen. Diese haben die Musiker jetzt noch einmal einer Konturenverschärfung unterzogen, denn "Empyrean" ist bis an die Zähne mit vor Kraft strotzenden Death/Black Metal bewaffnet. Die eh schon starke Gitarrenarbeit ist noch detailverliebter, vielleicht einen Tacken schwedischer geworden, während der Gesang sich eher Richtung amerikanischer Extreme bzw. Bolz-Death Metal entwickelt hat. Das Drumming ist versiert, die Taktwechsel bei 'Last Kingdom' mit den Triolen und abwechselnden Blast Beat sind einfach nur mächtig, dazu fast Soli, die das Erbe von einem gewissen TreyAzagthoth in das Jahr 2017 transferieren! 'Ascension' ist ein mächtiger Modern Black Metal Hurricane, erinnert an eine unheilvolle Melange aus aktuellen Behemoth und Belphegor. Das drückt und vermöbelt den Hörer ordentlich. Der Opener ist definitiv mehr Black Metal.

'Misere Mei' startet verhalten, dunkel, ehe dann wieder ein pechschwarzer Sturm über den Hörer herinbricht. Ein Atmosphärischer Multiplikator sind die Choral Ähnlichen Gesänge! Nein, BLISS OF FLESH haben hier verdammt viel Hirnschmalz investiert, um eine abwechslungsreiche, aber jederzeit knüppelharte Scheibe abzuliefern.Ab diesem Stück wird eine mittelalterlich-dunkle Atmospähre heraufbeschworen, 'Apostasy' startet im mächtigen Stampf Duktus, lässt die Akkorde offen stehen, der Bass knarzt weiter, dazu dann tiefer Sprechgesang...Mit 'Exercitus Caelorum' holen die Franzosen dann aber wieder die Streitaxt raus und lassen Köpfe rollen, das ist dann purer, präziser Death Metal. 'Reununciation' startet wie ein hörspielartiges Outro, ehe ab Minute 4 der Wahnsinn und die Raserei übernimmt. 

"Empyrean" ist eine willkommende, partielle sehr eigene Scheibe in der Schnittmenge zwischen Black und Death Metal, zwischen alter Schule Attitüde und den technishen Möglichkeiten der Gegenwart. 

Starke 7 Points. Erscheint am 07.07. via Listenable Records.



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