Section: Reviews 36544Autor: Diggi
Datum: 15.06.2017
Bereich: Reviews

Brachial...Massiv....

Infinitum

MAGNACULT

HORNELLA!

Die Niederländer haben 5 Jahre nach dem Debüt das Zweitwerk draussen und dieses stellt ein klassisches Übergangsalbum dar, weg vom noch sehr schablonenhaften Metalcore mit Modern Death Anstrich, hin zu brettharten und humorlosen Extreme Metal, der sich ganz besonders den modernen Spielarten öffnet. Beginnt 'Im  Choosen' noch Oldschool mit Cannibal Corpse Obertönen, bricht dann 'Scars' mit vertrackter Rhythmik und kilomterhohen Rifftürmen über den Hörer ein. De Gesang ist manisch angepisst, erinnert an alte Dagoba oder Mnemic, die ja bereits vor einigen Jahren genau diesen Bulldozer Sound etablierten. 

Trotzdem, MAGNACULT werden mit zunehmender Spielzeit immer zwingender, die zu Anfang arg zerklüftet wirkenden Stücke offenbaren immer mehr ihren Reiz. Das eröffnende Riff zu 'Liberate' mit dem anschließenden Walzen Groove hätte eigentlich der Opener sein müssen. Sehr geil. Im weiteren Verlauf findet man immer wieder aktuelle Inspirationsquellen der Niederländer, die natürlich Meshuggah und Gojira heissen. Trotz eines enorm hohen Adrenalinpegels, wird der der Hörer aber auch mit der nicht enden wollenden Druckwelle ein wenig erschlagen, soll heißen: Einige Jota mehr Variantenreichtum würden MAGNACULT sehr gut tun. "Infinitum" ist im Ganzen beeindruckend obgleich des dichten Härtepegels aber auch eine Abrissbirne muss mit Gefühl geführt werden. Warten wir mal das dritte Album ab!

6 Points. 



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