Section: Reviews 36474Autor: Diggi
Datum: 08.06.2017
Bereich: Reviews

6 Jahre nach dem Debüt....

Sinful Birth

ANTICHRIST

HORNELLA!

Und Sie werden regeln! Denn "Sinful Birth" atmet noch mehr "ancient spirit"! Wenn im info von einem fiktiven Meeting, auf irgendeiner unbekannten Insel im Atlantik gesprochen wird, an dem Deathrow (BRD), Morbid Saint und Mutilator (BRA) teilnahmen, dann liest sich das nicht nur lässig, die Zielgruppe kann sofort vorbestellen! 

'Instruments Of Sadism' ist ein unauffälliges Intro, der Arsch hat aber sofort mit 'Savage Mutilations' Kirmes! Wie geil Herr Sunesson sich hier ab und an im Gesang überschlägt, die surrenden Gitarren wirken einen Tick verspielter als auf dem polternden Debüt, das Drumming kommt akzentuierter rüber, besonders bei 'The Entity' das mit seinem Crossover aus Dark Angel und Uralt Slayer öfter mal an die Kollegen von Hellbringer erinnert. Das ist sicherlich eine der besten Kompositionen der Schweden! 'Under The Cross' weckt Possessed Begehrlichkeiten, achtet auf das Riffing, den Beat und die Intonation des Gesangs, dazu diese Überfallartigen Leads auf den Klampfen, das besessene Kurz-Solo.... Ganz klar: Das Album ist jetzt schon ein Freudenfest! Zündet die Turmfeuer, köpft das Bier!

'The Black Pharao' ist dermaßen stures Lumberjack Drumming, inklusive hysterisher 80er Thrash Patina aus dem Hause Num Skull, Blood Feast und Kublai Khan.... Mir fehlen die Worte, denn "Sinful Birth" lässt mich kaum Luft holen, ähnlich wie es die Kolbotn Typen von Condor jüngst schafften! Das Titelstück startet im Hell Awaits Modus, morpht dann in einen bedrohlichen Axt-Schwinger, da passt kein Löschblatt mehr zwischen Klinge und Hals!

Das Instrumental 'Chernobyl 1986' frisst leider Spielzeit, das hätte so ein Klasse Album nicht gebraucht. Wer aber die Chuzpe hat den eigentlichen Höhepunkt inklusive High Ptiched Screams an das Ende der Scheibe zu stellen, der hat Eier! 'Fall Of The Temple Of Solomon' macht wahnsinnig!!!

ANTICHRIST werden mit ihrem zweiten Album einen gehörigen Satz nach Vorne machen, sicherlich nicht bei Mainstream Thrashern, dafür aber denen die Puls und große Pupillen beim Hören von ancient Thrash Metal brauchen!

9 Points. Erscheint am 09.06.2017 via I Hate Records.

 



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