Section: Reviews 35742Autor: Diggi
Datum: 04.04.2017
Bereich: Reviews

Das Juwel des Jahres....

Motherless

TRIAL (swe)

HORNELLA!

Wer will denn noch weiteren Konsens Sound, weitere Fließbandproduktionen ohne Seele? Der braucht hier nicht weiterlesen! TRIAL (swe) liefern mit "Motherless" wahrscheinlich daa Evangelium in Sachen orthodoxer HeavyMetal Magik ab. Titelsong und Opener werden von funkensprühenden Gitarren und einer markerschütternden Kopfstimme eröffnet. Im weiteren Verlauf ist man dann relativ schnell bekehrt, was die "neuen " TRIAL (swe) angeht. Sie agieren fokussierter, sind nicht mehr so verkopft Break-verliebt wie auf dem Debüt, haben aber die Mystik des Vorgängers "Vessel" weiter aufgebohrt, so erstrahlt der klandestine Beginn von 'In Empyrean Labour' wie der überstrahlende Initiationsritus des Albums. Das ist Gänsehautatmosphäre pur!

Auf "Motherless" brillieren die Gitarren, die nicht von dieser Welt zu seien scheinen und der Gesang, der ebenfalls überirdisch durch das Album führt. 'Cold Comes The Night' ist der beste Mercyful Fate Song seit dem "9" Album der Dänen, aber damit wird man TRIAL (swe) nicht gerecht, denn Sie haben sich mit "Motherless" erfolgreich von den Dänen Kopisten entfernt und auch emanzipiert. Trotzdem: Das Stück wirkt wie ein mächtiger Eckstein des Albums!

'Birth', 'Embodiment' und das abschließende 'Rebirth' bilden eine Entität, die an Spannung und Dramaturgie schwer zu überbieten ist. 

"Motherless" ist ein sehr wichtiges Album für den "erwachsenen" Heavy Metal, komponiert von absoluten Freigeistern, die, da lege ich mich jetzt fest, einen Klassiker der Moderne geschaffen haben. Alleine für die allmächtigen Gitarren hat sich die Scheibe einen Platz in den Annalen verdient, gekrönt wird das ganze von einem wieder einmal erstklassig-surrealen Cover Artwork.

9 Points.

Erscheint am 07.04.2017 via Metal Blade Records



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