Section: Interviews 35376Autor: Diggi
Datum: 25.02.2017
Bereich: Interviews

Aus Tatarstan, mit Herz und Verstand!

Pagan Metal fernab des Mainstream!

GRAI

GRAI kennen vermutlich die wenigsten unter Euch. Kein Problem, dafür sind wir ja da. Bandhäuptling und Gitarrist Ruzveld gab uns eines der eher raren Interviews. Gesprächig war der nette Herr außerdem!

Ruzveld, ich denke es macht mehr als Sinn die Band GRAI unseren Lesern mal vorzustellen, auch was Ihr bisher so „getrieben“ habt…

R: „Klar, die Band gibt wurde am 3 Juli 2005 gegründet. Das kann ich so genau zurückdatieren,weil das die erste Bandprobe war und ich als letztes verbliebenes Gründungsmitglied halt auch anwesend war! Mit den Jahren haben sich einige Musiker bei GRAI versucht und sind aus den verschiedensten Gründen nicht mehr dabei. Eine chronologische Abfolge erspare ich Euch, viel lieber möchte ich Euch das aktuelle Line-Up vorstellen:

Irina Zybina – vocals

Ruzel “Ruzveld” – guitar

Aliya “Leta” – flutes, bag-pipes, vocals

Yuri “Sadist” – bass, growl, kaljuka, jew's-harp

Il'nur Zarev - drums

Vitold Buznaev – guitar

Das erste Demo, „For The Source“ entstand 2007. “ Jahre später folgte dann das Debüt „Polyn’ Trava“.  2011 folgte „About Native Land“ und 2014 veröffentlichten wir den letzten Langdreher „Mlada“ (Review bei uns! d.Verf.) Zwischen 2012 und 2014 hatten wir auch diverse Compilation und Single Beiträge. Außerdem haben wir zwei Videos zu ‚In The Arms Of Mara‘ und ‚About Native Land‘ produziert. Wichtig für uns war auch die 10 Gigs umfassende Polen Tournee in 2010. 2014 waren wir dann in mehreren EU Ländern unterwegs, auch in Deutschland. 2015 und 2016 waren auch einige Festival Gigs dabei, z.B. das Rock For Roots bei euch in Deutschland. In diesem Jahr waren wir bisher nur in Russland unterwegs, z.B. in St.Petersburg.“

Gutes Stichwort, denn GRAI stammen aus Tatarstan. Kennt Ihr? Glaube ich nicht….

R: „Wir stammen alle aus Tatarstan. Die Republik liegt ca.1000 km von Moskau entfernt, relativ zentral in der russischen Föderation. Ich will hier jetzt gar nicht den Reiseführer geben, denn man kann schon eine Menge im Internet zu Tatarstan lesen. Eine Sache möchte ich doch erwähnen: Es gibt bei uns viele verschiedene Ethnien. Die größte Bevölkerungsgruppe stellen Russen und Tataren. In meiner Heimatstadt Naberezhny Chelny gibt es mit dem LKW Hersteller Kamaz den größten Arbeitgeber der Region. Ich bin mir nicht sicher, ob Ihr das Fabrikat kennt, wohl eher nicht. Unsere Stadt ist mit 600000 Einwohner nicht gerade klein. Unsere Winter sind verdammt kalt, Temperaturen von Minus 35 Grad sind völlig normal. Die Metalszene in Tatarstan ist nicht sonderlich groß, trotzdem gibt es mit Alkonost, Ruyan, undTalisman doch die ein oder andere Band die relativ bekannt ist.“

 Ihr habt eine digitale Single veröffentlicht. Wird es mittelfristig auch bald einen neuen Langdreher von GRAI geben?

R: „Oh Ja! Wir haben zum Jahreswechsel ‚Tread Of Winter‘ online veröffentlicht. Es gibt 2 Versionen, also eine im eher symphonischen Gewand, diese ist rein Instrumental gehalten. Das Ganze war als Dankeschön an unsere Fans gedacht. Wir hoffen das wir zum Ende des Sommers, oder im Herbst das neue Album veröffentlichen können. ‚ Tread Of Winter‘ wird ebenfalls enthalten sein, grundsätzlich kann ich aber jetzt schon sagen, das das neue Material viel dunkler und ….ja man könnte „ernsthafter“ sagen klingt.“

Du hast es schon erwähnt, Ihr hattet schon Gigs in Deutschland. Wie war das so für Euch?

R: „ Genau. In 2015 spielten wir das Rock For Roots und 2016 das Medieval in Selb. Wir mochten einfach alles. Die Leute, die Fans, das ganze Drumherum! Wir wurden überall sehr herzlich empfangen! Als Band hoffen wir in Zukunft öfter auf Festivals spielen zu können.“

Okay, was steht 2017 außerdem für GRAI auf der Agenda?

R: „ Wie ich schon sagte, das Album hat Priorität, außerdem wollen wir an unserer Live Präsenz arbeiten!“

  



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