Section: Konzertberichte 34652Autor: Diggi
Datum: 10.12.2016
Bereich: Konzertberichte





Danke an Bolle, für den Abstecher in die Zeche Bochum!

A Place Where There’s No More Pain – Europe Tour 2016

LIFE OF AGONY

Salute!

 

Es ist Donnerstag, der 01.12.2016 und als erster Act des Abends kommen die schweizer Jungs von Second Function mit Ihrem Song ‚Falling Down’ von der im August 2015 erschienen EP „Feed Yourself“ auf die Bühne. Noch ist die Zeche nicht komplett gefüllt, der Spielfreude der drei Herren tut dies jedoch keinen Abbruch. Da die Alternative-Rocker um Sänger und Gitarrist Flo Bühler den Hauptact des Abends zum wiederholten Mal supporten sind sie einigen der Gäste auch durchaus bekannt. Weiter geht’s mit insgesamt fünf Songs: ‚The Other Side’, ‚Navigation Road’, ‚Slaves To The Sea’, ‚Spotlight’ und ‚Shame On The Gods’ werden wie auch schon der Opener von Drummer Lukas Jundt barfuß gespielt und sind nur wenigen der Zuhörer vorher bekannt. Ebenso wie die Tatsache, dass die Schweiz die Form eines Schweins hat (Zitat Sascha Wydler, Bass).

 

Nach kurzer Umbaupause kommen die gleichermaßen elegant wie uniform gekleideten (schwarzes Hemd, Krawatte und schwarze Weste) Pyogenesis auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Eine weitere Alternative Rock Band, die ihre Wurzeln aber tatsächlich im Gothic und Death Metal haben. Dieser Umstand wird dem Publikum auch an der ein oder anderen Stelle gewahr. Die Stuttgarter spielen eine klar härtere Gangart als ihre Vorgänger und die Gothic und Death Wurzeln schimmern durch den vereinzelt gutturalen Gesang von Bandgründer und Gittarist Flo V. Schwarz hindurch. Acht Songs haben Pyogenesis aus 25 Jahren Bandgeschichte im Gepäck, ‚The Swan King’, ‚Those Churning Seas’, ‚This Won’t Last Forever’, ‚Flesh And Hair’, ‚Undead’, ‚Lifeless’, ‚Steam Paves Its Way’ und zu guter Letzt den Mitgröhler - Wo-Hoo - ‚Don’t You Say Maybe’.

 

Erneute Umbaupause, diesmal hinter verschlossenem Vorhang. Als dieser sich öffnet kommt Life Of Agony-Frontfrau Mina Caputo wie ein Derwisch mit dem wohl bekanntesten LOA-Zitat ‚I got the razor at my wrist, ’cause I can’t resist’ auf die Bühne gestürmt. Die mit ca. 800 Leuten ausverkaufte Zeche ist sofort voll da und singt jede Silbe von ‚River Runs Red’ textsicher mit. Alan Robert am Bass ist wie immer gut behütet, Joey Z. an der Gitarre shredded was das Zeug hält und Drummer Sal Abruscato, von seinem Schlüsselbeinbruch im Sommer offensichtlich genesen, hält sich optisch vornehm im Hintergrund. Weiter geht’s mit ‚This Time’, ebenfalls vom 1993er Debüt der New Yorker. Heavy-Riffing at its best. Nun folgt mit ‚Other Side Of The River’ der erste Song vom 1995er Album Ugly, gefolgt vom einzigen Stück des 2005er Longplayers „Broken Valley“, ‚Love To Let You Down’ bevor es mit ‚Method Of Groove’ und ‚Respect’ wieder zurück zu den Anfängen geht. Joey versäumt es nicht regelmäßige Circle Pit Aktivität einzufordern und seinen Aufforderungen wird nur zu gern nachgekommen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Mina darum bittet auf einander aufzupassen und etwaig gefallenen Aktivisten sofort wieder aufzuhelfen. Mit dem nun folgenden ‚Weeds’ von der 1997er Langrille „Soul Searching Sun“ haben alle bisherigen Veröffentlichungen Life Of Agonys einen Platz auf der Setlist gefunden und, wie sich im nachhinein herausstellt, der Gig seine Halbzeit erreicht. Mit dem famosen ‚Lost At 22’ und ‚I Regret’ geht es zurück zur „Ugly“ bevor mit ‚Dead Speak Kindly’ der einzige Track des für April 2017 angekündigten, neuen Albums „A Place Where There’s No More Pain“ durch die Zeche schallt. Das macht Lust auf mehr! Die Vorfreude auf den Nachfolger des mittlerweile 12! Jahre alten „Broken Valley“ wächst....... Nachdem bei diesem Lied, im Gegensatz zum Rest des Abends, aufgrund fehlender Textkenntnis nahezu andächtiges Schweigen herrschte, geben Band und Fans bei den restlichen vier Songs ‚Through And Through’, ‚My Eyes’, ‚Bad Seed’ und dem legendären ‚The Underground’ (alle von der „River Runs Red“) nochmal alles. Ein fantastischer Abend, der gerne noch einige Songs länger hätte dauern dürfen.

 

Bolle

 

 

 



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