Section: Konzertberichte 34640Autor: Sista S.
Datum: 08.12.2016
Bereich: Konzertberichte














Von FREUNDEN für FREUNDE

HAUDEGEN

Leute, ich sage euch, meine Anreise nach Bochum heute, am 08.12., hat sich mehr als gelohnt. Um es vorweg zu nehmen; ich war tief beeindruckt. Was für eine herzliche Kapelle.

Der Tatort dieses schönen „Wohnzimmerkonzertes“ war in der Christuskirche am Platz des Europäischen Versprechens.  Heißt tatsächlich so!

Kurz nach Konzertbeginn rödelte ich ein. Und wer später kommt muß eher wieder gehen, weil eben Pflichten rufen. Die Zeit vor Ort jedoch habe ich ausschöpfend genossen.

Diese zwei breiten Kerle, für Laien und Kritiker „garstig“ dreinschauend, sind alles andere, als das optische Klischee zu glauben auffordert. Musik ist Emotion – immer – und überall hat Musik (auf mich) eine andere, ganz bestimmte Wirkung. Hier habe ich mich so sauwohl gefühlt, dass ich hätte noch lange genießen können.  Band und Publikum sind eine Einheit – eine Familie und wirklich Freunde. So viel Nettigkeit, gepaart mit dezenten Melodien und Rocknummern im Songtext und in Ansprachen – Kommunikation pur. Die Kapelle geht ans Herz. DieTexte sprechen ihre eigene Sprache und zeigen, dass das Leben sie einiges gelehrt hat, nicht nur positives. Dennoch ist soviel sonnige Energie am Start dass man (genauer gesagt ich) das Verlangen hat, die Burschen innig zu umarmen und brüderlich miteinander zu verweilen.

Gespächsthemen hätte ich genug. Vielleicht klappt einmal ein Interview so direkt von Mensch zu Mensch, von Angesicht zu Angesicht. Ich sollte einmal nach Berlin reisen und schauen, was Heimat für die Mannen bedeutet und wie es sich dort lebt.

Zu den Fans:

HAUDEGEN haben eine eingeschworene Anhängerschaft. Jeder Titel sitzt. Es wird mitgesungen ob nun gekonnt oder schräg. Meist schräg. Aber das ist ok. Wir hatten Menschen im Rollstuhl bzw in Rollstühlen (es waren schon einige) und ich fand es imponierend, wie viel Spaß sie hatten. Gesichter lesen ist auch hier ausschlaggebend. Die anderen Fans, durch die Reihe durch, feierten ihre „Familienangehörigen“ auf der Bühne.  Das nenne ich Harmonie. Da sah ich muskelgestählte Rocker die auf Kuschelkurs mit den holden Damen waren.  Band und Publikum hat zusammen gelacht, musiziert, gesprochen und auch geschwiegen. Die Schweigesekunden für verstorbene Angehörige wurden gläubig celebriert – gläubig nicht im Sinne von Kirche und Glauben sondern im Sinne von Zusammenhalt und Freundschaft.

Auch wenn mal ein Ton etwas angeschrägt war muß ich sagen dass es ein Erlebnis war. Wären alle Musikanten so glaubhaft und autentisch wie HAUDEGEN…

Ich kann dir sajen, wa!!!

Kurzum:

Immer wieder!!!

 

Webb:

https://www.facebook.com/Haudegen

 

 



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