Section: Reviews 34196Autor: Diggi
Datum: 24.10.2016
Bereich: Reviews

7 Jahre nach dem letzten Langdreher kehrt eine der innovativsten Düster Metal Bands der letzten

Red In Tooth And Claw

MADDER MORTEM

HORNELLA!

Mit "All Flesh Is Grass" aus 2001, dem Debüt der Norge Truppe wurde ich sofort zu einem treuen Anhänger dieser Ausnahme Band. Waren dort und auch bei dem Nachfolger "Deadlands" noch Doom Metal gleichberechtigt neben dem einzigartigen Stilmix aus Moderne und ehrwürdigem Prog Wahn, wandelten sich MADDER MORTEM immer mehr zu einer Art Tool 2.0. Die Songs waren nicht mehr nur durch harte Metal Gitarren gekennzeichnet, die Arrangements öffneten sich vielfältigen Stilen, über allem diese Jahrhundertstimme von Sängerin Agnete, die  -es muss so sein - eine Seelenverwandte von Mike Patton und Dawn Crosby (unvergessen! RIP) ist. Was MADDER MORTEM hier wieder an kanalisierten, eskalierenden Emotionen in wunderbare Musik umwandeln ist nicht von dieser Welt. Ob der wütend-manische Opener 'Blood On The Sand' oder das latent irre, fragile 'All The Giants Are Dead', man muss MADDER MORTEM selbst erfahren, diese fordernde Musik selbst spüren. 'Parasites' fegt zu wohlige Atmosphäre mit Blast Beat und göttlichem Refrain einfach hinweg.

'Returning To The End Of The World' ist Drogenküche pur, umschmeichelt den Hörer, lässt Ihn aber jederzeit spüren, das von jetzt auf gleich Schluss mit Lustig sein kann. So muss große Kunst, Unberechenbar, Gefährlich, Aufrichtig, Hochemotional!

"Red In Tooth And Claw" erreicht wieder die Intensität und Güteklasse der ersten beiden Alben, spinnt aber den musikalischen Faden von "Eight Ways" und "Where Dream And Day Collide" weiter.

Dunkel und finster wie die Nacht, faszinierend wie der sternenklare Himmer darüber.

10 Points. Erscheint am 28.10.2016 via Dark Essence Records.



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