Section: Konzertberichte 32397Autor: Noir
Datum: 05.05.2016
Bereich: Konzertberichte

Riskin´ It All For The Pilgrims

03.05.2016 Bochum, Zeche

D*A*D

 

D*A*D laden zu einem historischen Abend in die Bochumer Zeche und (fast) alle kommen...

"Riskin´ It All For The Pilgrims", also 2 absolute Klassikeralben, was soll da schon schief gehen?

NIX!

Ganz schön voll ises in der kleinen Zeche geworden, nahezu ausverkauft, für einen Dienstag gar nicht schlecht.

Am Eingang erwartet mich schon ein ziemlich lustiger Merchandiser (es ist einfach zu geil, wenn Dänen deutsch reden, haha), der leider erstmal ohne Wechselgeld da stand...armer Kerl ;-)

Los geht´s aber erstmal mit THUNDERMOTHER, einer All-Girl-Band aus Schweden, die sich ganz dem Rock´n´Roll im Stil von AC/DC (die Gitarristinnen hatten auch jeweils einen beleuchteten "Blitz" an ihren Amps), BULLET und Konsorten verschrieben haben.

Nicht nur, daß die 5 Muddies besser aussehen, als ihre (älteren) Vorbilder, sie machen auch von Anfang an ganz schön auf dicke Hose.

Die Zeche kommt ganz schön ins Wackeln und vor allem die Frontfrau wird vielen mit ihrer genialen Rockröhre und sehr sympatischen Ansagen sicher in Erinnerung bleiben.

Als kleines Highlight dreht die Lead-Gitarristin zwischendurch einfach mal ´ne Runde durch die komplette (!) Zeche. Genial.

Leute, wer auf coolen Rock steht, sollte die Mädels ruhig mal anchecken.

 

Nun wird´s Zeit für die beste, dänische Rock-Band der Welt. Allein beim geilen Backdrop muß man sofort grinsen, herrlich dieses Bild mit dem Hirsch, haha.

Kleines Intro und ab geht´s..."Riskin´ It All" von bottom to the top.

Schon bei "Bad Craziness" dreht die Zeche durch. Basser Stig Pedersen ist nicht nur wegen seiner geilen Bassgitarren (googelt mal Bilder, absolut abgefahren) der totale Blickfang, sondern auch wegen seinem weißen "Napoleon"-Outfit samt riesigem Hut. Der Typ ist nicht zu bremmsen und hampelt, klettert und springt wie ein Flummi über die Bühne.

Jesper ist wieder der absolute Schelm, extrem gut bei Stimme und einfach der geborene Entertainer. Am geilsten sind seine deutschen Ansagen ("...verstehen Sie mich?"...da isser wieder, der Däne) und manch kleiner Scherz über Drummer Laust.

Der absolute Abriss ist aber Gitarrist Jacob Binzer, selten einen soooo genialen Gitarristen gesehen und immer wieder münden die Songs in kleinen Jam-Sessions.

Bei "Laugh ´N´ A 1/2" werden dann auch noch Akoustik-Gitarren ausgegraben, herrlich.

Nach ´ner kurzen Pause geht´s dann mit neuem Backdrop weiter..."No Fuel Left For The Pilgrims", von top to the bottom? Richtig, in umgekehrter Reihenfolge!

Das leicht punkige "Ill Will" fegt die Zeche erstmal ein bißchen durch. Stig hat sich zwischenzeitlich ins schwarze Kleine gezängt, natürlich wieder mit Hut und riesigen Federn ;-)

Was soll ich sagen, rückwärts knallen die Songs eigentlich sogar noch besser.

Zwischendurch wird Laust mal wieder (diesmal mit Hilfe von Publikum) auf die Schüppe genommen ("...Laust, verheirate mich...").

Die Krönung des Sets ist dann aber eine XL-Version von "Sleeping My Day Away", sehr geile Jam-Session am Ende.

Tja, Stichwort Ende...So steht´s ja auch auf´n Ticket, 2 Classic Albums, mehr gibt´s nicht.

Quark, gibt´s doch.

Als Zugabe stimmt Stig am Mikro zusammen mit allen (!) im Publikum "It´s After Dark" an, Gänsehaut pur.

Was für ein genialer Abend, Disneyland ist zu und alle geh´n zufrieden nach Hause.

Noir

 

(Danke an meinen Cheff, der es mir trotz Spätschicht ermöglicht hat hier zu sein.)

 

 



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