Section: Festivals 30495Autor: Diggi
Datum: 13.06.2015
Bereich: Festivals

Tag 2 des RHF, Deserted Fear, Voivod und die mächtigen Kreator....

Samstag 23.05.2015

ROCK HARD FESTIVAL 2015


Herzlich willkommen zu Tag 2 auf dem RHF, übrigens furios von DESERTED FEAR eröffnet. Diese Band hat es mit 2 Alben und zuletzt einer sackstarken Leistung im Vorprogramm von Morbid Angel geschafft, sich in der Metal Of Death Szene einen festen Platz zu sichern. Auch auf der Amphitheater Bühne kennen die Ostdeutschen keine Scheu und donnern vornehmlich Songs des letzten Albums in das Auditorium, übrigens gut gefüllt für den ersten Morgen nach dem ersten Tag. Samstags sind die Kreislaufentzündungen ja erfahrungsgemäß immer besonders fies. Bei mir auch? Das möchte ich für mich behalten! DESERTED FEAR sind zur Zeit die perfekte Melange aus Panzerketten Groove und Blast Hysterie. So muss ein Wecker klingen!
 MOTORJESUS sind von den Fans immer wieder gefordert worden und Sie sind nun tatsächlich zum zweiten Mal am Start und schaffen das Kunststück nach der geballten Ladung Death Metal mit Ihrer Rotz Rock meets Muscle Car Metal Sache das Festival komplett auf links zu drehen, was aber auch kein Wunder ist, denn die Band ist sehr gut eingespielt und der Sänger leistet Schwerstarbeit, holt das Publikum aber jederzeit mit einer angenehm unaffektierten Art und Weise vor der Bühne zum steil gehen ab! Wenn man dann noch ein kleines Cover Medley in den letzten Song integriert, ist fast alles gut!

Es wird voller, weil eben VOIVOD kommen, Sie sind nicht nur Lieblinge der schreibenden Zunft, Nein die Band genießt auch unter den Fans einen enormen, fast monolithischen Heldenstatus! Verdammte Axt, VOIVOD regeln an diesem Nachmittag gewaltig! Egal ob Tribal Convictions oder  The Nile Song, diese Band hat Legionen von Musikern inspiriert und ist ein Unikat! Snake macht den psychotischen Sänger, Gitarrist Chewy ist der Grinsebär in der Truppe. Übrigens gönnen sich beide nach dem Gig einen Streifzug über das Gelände, man trifft sich am Aufnäher Stand „umme Ecke“!
Die folgenden AVATARIUM und KATAKLYSM müssen ohne heavy-metal.de Ihre Gigs bestreiten, das war kein Problem!

Darauf folgten SANCTUARY, eine Band die man entweder wegen dem US Speed Metal Klassiker „Refuge Denied“ oder dem dunklen Prog Power Metal Manifest „Into The Mirror Black“ vergöttert. Das neue Album „The Year The Sund Died“ bildet mit dem toolesken Beginn von Arise and Purify einen gelungenen Einstieg. Alle Augen und Ohren auf Warrel Dane! Hat der Sänger einen guten Tag erwischt? Nun, mit Sicherheit keinen schlechten, denn Er traut sich auch an dne Übersong Battle Angels heran!
DORO ist DORO und DORO kann es sich leisten im allerfeinsten Denglish durch Ihren Old School Gig zu führen. DORO ist trotz diverser Zyniker immer noch eine der besten Sängerinnen des Genre, außerdem gibt die kleine Düsseldorferin auf der Bühne wirklich immer alles! Der Einstieg überrascht mit Touch Of Evil, heftigst gut! Der eigentlich Opener, I Rule The Ruins folgt direkt im Anschluss! Weitere Highlights: Der Doppelschlag Burning The Witches und Metal Racer. Das unkaputtbare Hellbound, oder East Meets West. All We Are ist Heute nicht der Schlußpunkt, der hört auf den Titel Earthshaker Rock und schleudert Euren Schreiber  weit zurück in seine eigene Jugend, einer DER ersten Metal Songs für mich persönlich, da muss man sich schon das Grinsen aus dem Gesicht schlagen lassen.

Die Gelegenheit dazu ist mehr als günstig, denn KREATOR sind zurück am Kanal, ein Quasi Heimspiel! KREATOR gehören zu den besten Thrash Metal Bands des Universums, haben mit Ihren letzten 4 Alben das Kunststück vollbracht, den göttlichen Frühwerken juvenile Klassiker an die Seite zu stellen. Somit kann Mille und Co aus dem Vollen schöpfen. Es gibt wieder das alte Choir Of The Damned Intro und dann gibt es tatsächlich auf die Fresse! Enemy Of God und Terrible Certainty als Einstieg, das ist ein Statement und untermauert meine These von den Frühwerken vs. moderne Klassiker! Das gierige Phobia ist bekannt, aber Awakening Of The Gods macht dann besonder die leicht versilberten Haupthaarträger im Publikum glücklich.Endless Pain folgt, darauf Warcurse vom "Hordes OF Chaos" Album. KREATOR machen mehr als ernst, die Band zerlegt das Amphitheater in handliche Klumpen, stilecht eingerahmt von einer neuen LED Lightshow und einem brachialen und tranparenten Live Sound. Wow! Weiter mit der Kategorie "eher selten gehört"? Gerne. Black Sunrise und Renewal finden sich im letzten Drittel des Gigs. Wer es bis zum Ende geschafft hat, der darf sich noch an Betrayer, Violent Revolution oder United In Hate erfreuen. Alle die aus dem Ruhrpott diesen Gig "Ihrer" Thrash Metal Helden miterlebt habe, gehen an diesem Abend ziemlich stolz gen Heimat. KREATOR haben mit diesem Headliner Gig einen der stärksten und historisch wertvollsten der gesamten RHF Historie hingelegt. `nuff zaid!


 



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