Section: Reviews 29580Autor: Diggi
Datum: 14.03.2015
Bereich: Reviews

Der Kult der Schlange regelt

Might & Magic

IRON KOBRA

Die Gelsenkirchener Kobra Gang ist mit Ihrem neuen Dreher „Might &Magic“ zurück und wer bisher nur das Logo der Band kannte, der sollte schleunigst auch den aktuellen Tonträger erstehen, denn IRON KOBRA sind viel mehr als eine nerdige Truppe, die Proto, Uralt oder Skurril Metal  zur eigenen psychischen Erbauung in Ermangelung an echten Alternativen spielt.


Im Gegensatz zu älteren VÖ´s, finden sich hier (glaube ich zumindest,  das werden wir demnächst im Interview schonungslos investigativ erfragen!  D.Verf.) nur frische Songs, direkt der Opener macht keine Gefangenen, eine wohlklingende, aufgeräumte Produktion macht direkt zu Anfang klar, das IRON KOBRA eben nicht die ewige „Rumpel Band“ sind. ‚Tomb Of The Stygian King‘ ist ein flotter Speed Metal Song, mit straffen Arrangement und ordentlichem Chorus.  Das IRON KOBRA auch spielerisch mehrere Stufen auf der Evolutionsleiter genommen haben, beweist ‚Fire!‘.  Was für ein geiles Solo, was für ein mitreißender Midtempo Song, der irgendwo in der Schnittmenge Exciter, Anvil oder Metal Inquisitor stattfindet. Ein weiterer dicker Pluspunkt: Der Gesang passt sich dem neuen Qualitätsstandard an und gehört spätestens jetzt zur nächsten Gesangsstimme mit eigener Patina und Identität im Metal Underground.  ‚Vanguard OF Doom‘ besticht durch herrliches Lumberjack Drumming, lupenreiner Speed Metal, wie Er sein sollte. Unverfälscht, nach vorne peitschend mit 110% Adrenalin unter der Kutte!  Ein etwas anderer Song ist ‚Wut Im Bauch‘. Eine thematische Fortführung von z.B. Running Wild´s ‚Raise Your Fist‘. Der Metal Fan, der (hoffentlich) in der gleichgeschalteten Öffentlichkeit immer wieder aneckt und nur unter Seinesgleichen so richtig aufblüht. „Heavy Metal – Wut Im Bauch!“ ein Hammer Song, mit tollen Maidenartigen Gitarrenläufen. Hier scheinen IRON KOBRA eine Art ‚Heavy Metal Generation‘ Teil II geschrieben zu haben; Klasse! Ihren eigenen Kult besingen Sie in dem knapp über 6 Minütigen ‚Cult Of The Snake‘, hier kulminieren alle neugewonnen Stärken  der Band: Variables Songwriting, packender, weil charakterstarker Gesang und ein Händchen für echte Underground Hymnen, die nicht nach Generika klingen! IRON KOBRA müssen ab jetzt mit Metal Inquisitor zu den authentischsten und wertvollsten Echt Stahlkocher Bands in Deutschland gezählt werden!

9 Points.Erschienen über Dying Victim Productions.

 



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