Section: Konzertberichte 29487Autor: Amir
Datum: 09.03.2015
Bereich: Konzertberichte




Da fängt der März ja gut an...

Oberhausen - König Pilsener Arena - 01.03.2015

JOE BONAMASSA

Nun, ob es wirklich das Ereignis des Jahres war? Ich und sicher die meisten der 4000 anwesenden Zuhörer hatten sicher ihren Spaß!

Allerdings wurde dieser erst etwas getrübt, da uns das Fotografieren nur in einem kleinen abgesperrten Bereich rechts weitab von der Bühne erlaubt wurde. Ob es an der Eitelkeit lag? Nun denn, wir machten das Beste daraus und wurden von einem bestens aufgelegten Saitenhexer belohnt. Den Anfang des mit 130 Minuten Spieldauer langen Sets, begann die Band mit einem Intro, welches dann übergangslos zum ersten Track „Hey Baby( New Rising Sun)“ der aktuellen BONAMASSA CD „Different Shades Of Blue“ führte. Dieser JIMI HENDRIX-Klassiker zeigte uns dann schon, was uns bevorstand, nämlich grandioses Gitarrenspiel in leisen, sowie auch lauten Bereichen.

Natürlich wurden im Verlauf des Abends 8!!! Stücke der aktuellen CD gespielt, dazu noch vier weitere vom demnächst erscheinenden „Muddy Wolf At Red Rocks“, plus 2 Tracks von „The Ballad Of John Henry“ und weitere Überraschungen. Dazu jedoch später mehr.

„Oh Beautiful“, ertönte es mit dem zweiten Song des Abends. Der Sound kam glasklar und druckvoll rüber und Joe’s Mitstreiter gehören zum Teil schon seit Jahren zu seiner Tourband. Vor allem der Viersaiter besetzt durch CARMINE ROJAS war ständig in Bewegung. Joe, wie immer lässig im Anzug und Sonnenbrille, nutzte die Bühne für seine Kabinettstückchen, lies jedoch jedem seiner Bandmitglieder genug Luft, das sie ebenfalls solieren konnten. Der harte, druckvolle Gitarrensound beeindruckte sehr und irgendwie war das hier nicht wirklich ein ruhiger Bluesabend, sondern oft auch schon fast metallartig. Aber nicht falsch verstehen, die Songs sind blueslastig, soulig und eben auch rockig, jedoch ist es nun mal die dominante Gitarrenarbeit von BONAMASSA, die dem ganzen ihren Stempel aufdrückt.

So reihte sich ein Track am anderen und die Zuhörer klatschten begeistert nach jeder längeren Einlage des Meisters. Mitten im Set ertönte dann ein brandneuer Song, den BONAMASSA in Nashville wohl erst vor kurzem geschrieben hatte. „One Less Cross To Bear“, so der Name des Tracks, passte vorzüglich in das Set. LENNY CASTRO an den Percussions und Schlagwerker TAL BERGMAN hatten hier ihre kleinen, aber effektiven Soloeinlagen. Frenetisch wurden alle nach dem Stück von den Massen bejubelt . Nach drei weiteren Songs, wobei auch ein mit BETH HART eingesungener Track namens „Some Day After A While“ darunter war,  kam dann „Sloe Gin“, welches bei vielen BONAMASSA Konzerten gefordert und meistens geliefert wird. Hier konnte der New Yorker Saitenkünstler alle Facetten seines Spiels aufzeigen. Überhaupt war er in bester Spiellaune und man hatte den Eindruck, er wollte so gar nicht aufhören. Jedoch irgendwann ist nun mal Schluss und nach nur kurzer Pause gab es dann noch zwei Zugaben, in der Keyboarder REESE WYNANS seine Hammond noch mal so richtig aufheizen konnte.

Resümee des Abends, über zwei Stunden wirklich gute Mucke, eine fantastische Band und eben der Meister an der Gitarre JOE BONAMASSA. Auch für Metallfans sicher mal einen Abstecher wert!

 

SETLIST

Hey Baby (New Rising Sun)

Oh Beautiful

Never Give All Your Heart

Hidden Charms

Living On The Moon

Trouble Town

Double Trouble

Gave Up Everything For You

Look Over Yonders Wall

One Less Cross To Bear

All Night Boogie

Some Day After A While

Love Ain’t A Love Song

Sloe Gin

The Ballad of John Henry

All Aboard

So, What Would I Do

(Bericht & Fotos von Wolfgang Kotzur)



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