Section: Konzertberichte 28168Autor: Amir
Datum: 30.09.2014
Bereich: Konzertberichte
























Voll auf die Ohren von der Space Police

Oberhausen, Turbinenhalle, 28.09.2014

EDGUY (Support: UNISONIC, Starchild)

Pünktlich um 19:30 Uhr eröffneten Starchild, die Truppe um Sänger und Gitarrist Sandro Giampietro (der nicht nur als Songwriter und Prodezent für Michael Kiske tätig ist, sondern auch in der Band von Helge Schneider spielt), den Abend. Ihr melodiöser Power-Metal wusste durchaus zu überzeugen. Guter Gesang und Musiker, die ihre Instrumente beherrschen sowie tolle Songs ergaben eine gelungene Mischung. Leider war der Sound so dermaßen laut, dass er das Team von heavy-metal.de förmlich Richtung Bierstand im Vorraum blies, wo der Auftritt noch ausreichend laut akustisch aber nicht mehr optisch wahrgenommen werden konnte. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen. Nach einer knappen halben Stunde räumten Starchild dann auch schon die Bühne. Wir werden die Band im Auge behalten.

Nach einer angenehm kurzen Umbaupause stürmten Unisonic um Ausnahmesänger Michael Kiske und Gamma Ray Mastermind Kai Hansen die Bühne. Kiske nahm das Mikro und man hörte erst einmal „nichts“. Der Shouter hatte nämlich vergessen, das Mikro einzuschalten. Dies blieb aber sein einziger Aussetzer an diesem Abend. Was dieser Mann gesanglich zu bieten hat, ist wirklich beeindruckend. Ein Glück, dass er seine aus diffusen Gründen selbst auferlegte Abkehr vom Heavy-Metal, wohl endgültig ad acta gelegt hat. Man täte der Band aber Unrecht, würde man Unisonic auf Kiske beschränken, denn auch die übrigen Bandmitglieder sind allesamt Meister ihres Faches und so wurde ein rundum gelungener Auftritt geboten, der von den Fans entsprechend honoriert wurde. Der Set enthielt Songs der beiden bisherigen Bandalben sowie als Highlight (zumindest für die älteren Fans) den Klassiker „I want out“ aus gemeinsamen Hellwoeen-Tagen von Kiske und Hansen. Da durfte man schon in seligen Erinnerungen an glanzvolle Helloween-Zeiten schwelgen. Nach einer knappen Stunde war der Auftritt nach der Bandhymne „Unisonic“ viel zu früh beendet. Hoffentlich folgt da bald mal ein Headliner-Auftritt. Das Potential dafür ist zweifellos vorhanden.

Edguy, die Band um den extrovertierten Sänger Tobias Sammet, sind als exzellente Live-Band bekannt. Auch an diesem Abend enttäuschten sie ihre Fans nicht. Ein ausgewogener Mix aus alten Songs und Titeln des neuen Albums Space Police – Defenders of the Crown bot reichlich Abwechslung. Zwischendurch gab es ein originelles und nicht zu langes Drum-Solo und diverse Mitsing- bzw. Mitgröhl-Passagen. Der Sound hatte sich von Band zu Band ebenfalls gesteigert. Alles in Butter, also? Nicht ganz, denn auch wenn die Ansagen teilweise recht lustig und originell sind, war dem Team von heavy-metal.de das „Gelaber“ von Tobi doch etwas zu viel. Nach der gefühlt hundertsten Wiederholung des Wortes „Oberhausen“ dürfte selbst jeder grenzdebile Freak gewusst haben, in welcher Stadt er sich befindet. Sei’s drum. Die meisten Zuschauer schien es nicht gestört zu haben, denn die Stimmung blieb prächtig. So ging ein rd. 1 ½ stündiger Auftritt von Edguy nach 2 Zugaben, mit zwischenzeitlichem Umbau des Bühnenbildes, viel umjubelt zu Ende. Insgesamt ein starkes Konzert mit richtig gutem Heavy-Metal „Made in Germany“.

 

Setlist Unisonic

 

- Intro: Venite 2.0

- For the Kingdom

- Exeptional

- Star Rider

- Your Time Has Come

- King For A Day

- When the Deed Is Done

- Throne of the Dawn

- I Want Out

- Unisonic

 

Setlist Edguy

 

- Love Tyger

- Space Police

- Out of Vogue

- Superheroes

- Defenders of the Crown

- Vain Glory Opera

- Drum Solo (Darth Vader Theme)

- Ministry of Saints

- Rock Me Adameus

 - Land of the Miracle

- Babylon (Einlage "The Trooper")

- Tears of Mandrake

Zugaben:

- Lavatory Love Machine

- King of Fools

 

 

Text: Uwe, Fotos: Ralfi Ralf

 



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